Fussböden und Fachfirmen in einer Übersicht!
Fussböden und Fachfirmen in einer Übersicht!
Zurück zur Übersicht

Esprit Store in Paris

  • Esprit-Store-in-Paris

Sand und Zementlieferungen innerhalb Frankreichs sind für uns überhaupt kein Problem!” Diese erfreuliche Auskunft gab uns der örtliche Baustoffhändler auf die Frage, ob er eine Baustelle in Evry bei Paris beliefern könne. Ja, die Materialbeschaffung sei durch die Zugehörigkeit zu einem internationalen Konzern ein Leichtes…Schließlich sind wir ja in Europa!” Wir waren ehrlich erleichtert ob dieser Aussage. Zuvor hatten wir selbst versucht , Sand und Zement bei einem französischen Baustoffhändler vor Ort zu bestellen. Als dieser uns seine Preisvorstellungen nannte, die sich aufs Dreifache unseres örtlichen Tarifs beliefen, hatten wir unser Ansinnen aufgegeben. Anscheinend wollte der Gute mit einem unbekannten Kunden aus Deutschland ein Schnäppchen machen. Nur leider dauerte es bis zum Rückruf des lokalen Baustoffpartners nicht lange. Sei­ne Anfrage beim französischen Partnerunternehmen war daran gescheitert, dass die Ansprechpartnerin kein Deutsch oder Englisch verstand. Nach dreimaligem Weiterverbinden wurde das Gespräch beendet. Es würde also doch nicht so einfach werden. Wir sagten zu, die entsprechende Bestellung in französischer Sprache zu verfassen, so dass er sie per Fax versenden könne. Doch als die sprachliche Hürde gemeistert war, stellte sich heraus, dass unser Baustoffhändler nicht auf der autorisierten Bestellerliste des vermeintlichen Partnerunternehmens auftauchte. Dort fand sich nur dessen deutsche Zentrale. Weil schon am nächsten Tag der Flug nach Paris anstand, um die Baustelle abzuwickeln, versprach er uns die unbürokratische Lösung des Problems. Sein Anruf erreichte uns am Flughafen in Stuttgart. Er sagte, alles sei geregelt, die Lieferung treffe am nächsten Tag ein. Um sicher zu gehen, brachen wir noch am gleichen Tag mit einem Mietwagen auf zum Baustoffhändler, schließlich wurden am Folgetag Sand und Zement wirklich dringend benötigt. Leider wusste man dort nichts von einer Bestellung, bot aber an, die Ware zu liefern, sofern wir – ohne jegliche offizielle Legitimation – die Bestellung im Auftrag unseres Lieferanten unterzeichneten. Die Baustellenbegehung war unkompliziert , es handelte sich um einen Trennschichtestrich. Im Unterschied zu Deutschland kommt diese Variante bei einem solchen Objekt in Frankreich oft zur Anwendung. Anscheinend bestehen Schallschutzanforderungen nicht in dem Maße wie bei uns, obschon es sich in Evry um ein Einkaufszentrum handelte. Ein Ansprechpartner des Auftraggebers hatte versprochen, ein Hotelzimmer zu besorgen. Man konnte wählen zwischen einer 30 beziehungsweise 50 Euro teuren Übernachtung. Beides schien für Paris verdächtig günstig, also entschieden wir uns für die 50-Euro-Kategorie. Plötzlich hieß es, das Hotel sei ausgebucht, so dass nur die billigere Alternative übrig war. Wir kamen dort nachts an und stellten fest, dass der Portier hinter einer Art Antivandalismusgitter saß und auf Vorauszahlung für das Zimmer bestand. Wände, Boden und scheinbar sogar die Decke waren dort mit Teppich belegt. Als man die Bettdecke zurückschlug, schreckte ein Insekt auf, das blitzschnell in der Matratze verschwand. Spät nachts klingelte plötzlich das Telefon. Der für uns tätige Estrich- Nachunternehmer wollte uns nicht vorenthalten, dass er ein Zimmer aufgetan hatte, das deutlich weniger als die von uns bereits bezahlten 30 Euro kostete. Ob wir wohl die Adresse wollten? Freundlich, aber entschieden lehnten wir ab.