Fußboden aus Keramik

Keramik FliesenDie vier Arten im Überblick

Mit Keramik werden im Bereich der Fußböden solche Bodenbeläge bezeichnet, die aus Ton geformt und gebrannt werden. Durch das Brennen wird der Ton formbeständig, hart und haltbar. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Varianten von Keramik-Böden. So können die Fliesen in unterschiedlichen Mustern gelegt, aber auch in verschiedenen Farben gestaltet weden. Im Wesentlichen lässt sich Keramik im Bereich von Bodenbelägen in vier Gruppen einteilen. Die Unterschiede bestehen meist aus der Zusammensetzung des Tons, aus der Brenndauer und der Brenntemperatur.

Mosaik

Kunstvolle Mosaike legten schon die Griechen und Römer und andere Kulturen des Altertums. Sie gestalteten auf diese Weise Wände und Böden mit kleinen, gefärbten Steinchen und ließen so Muster und sogar Bilder entstehen. Heute werden Mosaike überwiegend aus keramischen Steinchen gelegt. Sie haben eine maximale Kantenlänge von zehn Zentimetern, sind in der Regel jedoch wesentlich kleiner. Diese Steinchen werden auf einem Netz befestigt, zumeist haben sie alle einen Farbton, unterscheiden sich jedoch in den Nuancen. So werden dann Bänke oder Böden komplett mit Mosaik gestaltet – oder aber kleine Highlights in Form einer Borte gesetzt. Mosaik-Fliesen kommen häufig in Schwimmbädern und Pools zum Einsatz. Erfahre mehr über das Mosaik.

Steingut

Steingut-Fliesen sind zwar feinkörnig, aber porös und voller Luftporen. Das liegt daran, dass Steingut bei weniger als 1200°C gebrannt wird. Dadurch schmelzen die Rohstoffe nicht komplett. Der Vorteil von Steingut ist, dass es sich gut bearbeiten lässt. Die Fliesen können leicht geschnitten oder gebohrt werden. Außerdem lässt es sich sehr einfach reinigen. Der Nachteil hingegen ist, dass Steingut nicht sehr belastbar ist. Daher eignet sich Steingut eher nicht für eine Verwendung auf dem Fußboden, sondern wird meist an Wänden eingesetzt – allerdings nur in Innenräumen, da diese Fliesen nicht frostbeständig sind. Wichtig ist es, die Oberfläche von Steingut-Fliesen zu glasieren, um die Oberfläche wasserdicht zu machen. Glasiertes Steingut kann in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit gut eingesetzt werden. Erfahre mehr über das Steingut.



Steinzeug

Es klingt ähnlich, unterscheidet sich aber stark vom Steingut: Das Steinzeug. Es besteht zwar ebenso aus Ton, Quarz und Feldspat, allerdings ist der Anteil von Feldspat viel höher. Darüber hinaus wird Steinzeug bei mehr als 1200 °C gebrannt. Dadurch schmelzen die Rohstoffe komplett – insbesondere der Feldspat, der in die Poren der Tonmasse fließt und diese verschließt. So ist Steinzeug wesentlich dichter als Steingut, was es natürlich belastbarer macht. Steinzeug wird daher insbesondere als Bodenfliese verwendet, kann aber auch in Außenbereichen eingesetzt werden, weil es frostbeständig ist. Steinzeug muss wegen seiner hohen Dichte nicht unbedingt glasiert werden. Es gibt also Fliesen in glasierter und in unglasierter Variante. Unglasiert ist Steinzeug ebenso pflegeleicht, jedoch unempfindlicher gegen Kratzer in der Oberfläche. Erfahre mehr über das Steinzeug.

Feinsteinzeug

Das Feinsteinzeug ist die Königsklasse der Keramik: Feinsteinzeug-Fliesen sind noch härter, als einfaches Steinzeug. Daher kommt Feinsteinzeug etwa in Schwimmbädern oder Großküchen zum Einsatz oder in anderen Bereichen, die stark belastet werden. Feinsteinzeug eignet sich auch sehr gut für Außenbereiche, also Terrassen und Balkone. Feinsteinzeug besteht aus den gleichen Materialien in der gleichen Zusammensetzung wie das einfache Steinzeug. Die Rohstoffe werden lediglich feiner gemahlen und mit höherem Druck gepresst. Dadurch ist das Material nach dem Brennen wesentlich dichter und härter. Erfahre mehr über das Feinsteinzeug.

1 Reaktion

  1. Toni sagt:

    Sehr informativ, vielen Dank

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