Schwimmsteg – Auf Wasser den Boden unten den Füßen haben

Pfahlbauten Steg

Pfahlbauten Steg

Holzstege vermitteln mit ihrer Farbe und ihrem Material eine besondere Atmosphäre mit hoher Lebensqualität. Der schöne hölzerne Steg, der in das natürliche Landschaftsbild passt, dient ideal als Plattform zum Spazieren, Baden oder auch zum Anlegen für Boote.
Mit ihrer Natürlichkeit sind Holzstege eine gute Wahl, denn sie sind umweltfreundlich und heizen sich im Vergleich zu Metallen nicht so stark auf.
In der Vergangenheit wurden Stege hauptsächlich in Form von Pfahlbauten angelegt.

Schwimmsteg

Eine einfachere Variante für den Stegbau ist allerdings der Schwimmsteg, bei dem weitestgehend auf Pfähle verzichtet wird. Beim Anlegen eines Schwimmstegs, der auf der Wasseroberfläche aufliegt, wird dieser am Ufer befestigt. Der Vorteil beim Anlegen eines Schwimmstegs liegt in der sehr einfachen und vor allem weniger zeitaufwändigen Konstruktion. Steht der Schwimmsteg, muss man sich auch bei Abweichungen des Wasserpegels in offenen Gewässern keine Sorgen mehr machen. Obwohl ein Schwimmsteg ohne Pfähle auskommt, erweist er sich als sehr stabil und je größer die Fläche des Steges ist, desto weniger Einfluss haben stellenweise Belastungen oder Wellen auf den Steg. Auch lange Zeit nach der Anlegung kann man einen Schwimmsteg in seiner Position verändern.

Schwimmsteg

Schwimmsteg

Doch wie bleibt ein Schwimmsteg stabil?

Ein Schwimmsteg liegt auf schwimmfähigen Pontons auf, welche eine Tragfähigkeit zwischen 200 und 350 kg/m² aufweisen. Bei der Wahl der Pontons kann man sich zwischen jenen entscheiden, die über eine direkte Kopplung oder eine aufgesetzte Haltekonstruktion verfügen.
Bei den direkt gekoppelten Pontons gibt es den Vorteil, dass sie ineinander eingehakt und verschraubt werden. Die Unterkonstruktion für den Gehbelag wird bei diesen Pontons direkt aufgeschraubt. Ein weiterer Vorteil liegt im Zeitaufwand, der hier sehr gering ist.
Bei der aufgesetzten Haltekonstruktion hingegen, muss vorher eine Rahmenkonstruktion für den Gehbelag auf die Haltekonstruktion aufgeschraubt werden. Das verlängert die Bauzeit deutlich.

Sind die Pontons stabil angebaut und verbunden, kann man mit der Unterkonstruktion für den Gehbelag beginnen. Für den Belag gibt es eine große Auswahl an Hölzern, die sich in Farbe und Qualität unterscheiden. Die meisten greifen hier zu Dielen aus Massivholz, besonders witterungsbeständigem Douglasienholz aber auch Dielen aus Kunststoff oder Metall werden immer wieder verwendet. Ein Schwimmsteg lässt sich auch nach seiner Fertigstellung immer wieder bearbeiten, indem man einfach weitere Pontons anbringt und somit die Fläche vergrößert.

Ein wichtiger Hinweis

Bevor man mit der Errichtung des Stegs beginnt, soll vorher eine Terrasse angerichtet werden. Diese wird auf einem tragfähigen Untergrund befestigt, der aus einer ca 15 cm dicken Schicht aus Schotter oder Kies und einer maximal 5 cm dicken Schicht aus Sand besteht. Weiters sollte man darauf achten, dass sich die Terrasse auf einem leichten Gefällte zwischen 1 und 2 % in Verlaufsrichtung der Dielen befindet, damit das Wasser leichter abfließen kann.

Nachdem der Steg angelegt ist, sollte man darauf achten, dass er immer wieder gepflegt wird, damit seine Hochwertigkeit lange Zeit erhalten bleibt. Je nach Holzart lohnt es sich, den Steg mit hochwertigen Ölen zu bearbeiten und pflegen. Entscheidet man sich für Dielen aus Douglasieholz sollte man berücksichtigen, dass man bei der Verschraubung grundsätzlich zu Edelstahl-Schrauben greift, da andere Metalle mit dem Holz reagieren und sich das Holz mit der Zeit verfärben kann.

Shutterstock Bild 194532521 – Urheber: PCHT
Fotolia Bild 101081652 – Urheber: zauberblicke

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