So schützen Sie den neuen Bodenbelag auf der Baustelle

absperrungDer Bodenleger oder Parkettleger arbeitet nicht zum Abschluss als Letzte auf einer Baustelle. Viele Gewerke arbeiten zeitgleich in mehreren Räumen oder auch noch, nachdem der neue Boden schon verlegt ist. Da kommt es dann häufig zu Schäden an dem neuen Boden – und je teurer und hochwertiger der ist, desto ärgerlicher ist es. Denn es ist oftmals schwierig, den Verursacher auszumachen und zur Verantwortung zu ziehen. Oftmals bleibt auch der Bodenleger selbst auf dem Schaden sitzen und muss ihn ausbessern. Damit es also nicht zu Kratzern im Parkett oder zu Farbflecken auf dem neuen Teppich kommt, sollten Bodenleger ihre frisch verlegten Bodenbeläge schützen – im eigenen Interesse und im Interesse des Kunden

Bodenleger ist in der Pflicht

Nach dem Verlegen bis zur Begehbarkeit hat der Bodenleger die Pflicht, seinen Boden zu schützen. Das ist auch gesetzlich geregelt. Die Begehbarkeit ist dann gegeben, wenn der Boden betreten werden kann, ohne dass ein Schaden entsteht.

Im Klartext

Der Bodenleger ist beispielsweise für seinen Boden verantwortlich, bis der Kleber getrocknet ist und man auf dem Boden herumlaufen kann. Bis der Kleber also getrocknet ist, sollte man als Bodenleger den kompletten Bereich, in dem der neue Boden verlegt wurde, absperren. Dafür kann der Bodenleger übrigens kein Extra-Geld verlangen. Das Absperren gilt als Inklusiv-Leistung, der Bodenleger ist hier in der Pflicht.

Es sind aber keine teuren Varianten der Absperrung nötig

Absperrbänder oder gekreuzte Latten in der Zimmertür reichen dazu aus. Es kann aber auch nicht schaden, den anderen Handwerkern nochmals zu sagen, dass sie den jeweiligen Raum einige Tage nicht betreten dürfen.

Schutz bis zur Abnahme ist eine Zusatzleistung

Ab dem Zeitpunkt der Begehbarkeit ist der Bodenleger rechtlich gesehen nicht mehr in der Pflicht, den Boden vor Schäden zu schützen. Will der Bauherr, dass der Boden bis zur Abnahme der Baustelle geschützt wird, etwa durch eine Abdeckung, so muss er dies explizit verlangen oder ausschreiben – und auch bezahlen.
Möchte der Bauherr keinen gesonderten Schutz nach der Begehbarkeit, sollte der Bodenleger seine Bedenken äußern und den Kunden vor möglichen Schäden warnen. Auch Beispielbilder von Fußabdrücken des Malers auf Designbelag oder Kratzern von zwischengelagerten Maschinen im neuen Parkettboden können zur Verdeutlichung gezeigt werden. Wünscht der Bauherr einen Schutz der neuen Böden, sollte dies vertraglich vereinbart werden. So bleibt der Bodenleger im Ernstfall anschließend nicht auf den Kosten sitzen.

2 Antworten

  1. Boris M. sagt:

    Hallo Zusammen!
    ein sehr wichtiger Punkt, der hier angesprochen wird. Als Profi für komplette Haussanierungen kann ich dem obigen Kommentar „Bodenleger Cesi“ nur zustimmen. Wir bieten alle Gewerke selbst an und bessern unsere Fehler immer selbst aus, wenn sie denn mal vorkommen. Gleichzeitig empfehlen wir aber unseren Kunden, Mißständen vorzubeugen und beim Auftreten von diesen Fotos zu machen. Die Sache hat noch eine zweite Seite. Wir machen bei der Abnahme ebenfalls Bilder. Zum einen als Referenz und zum anderen, um möglichen Vorwürfen von Mängeln vorzubeugen. Man kann ja nie wissen. Wobei die Mehrheit unserer Kunden uns keine solche Probleme bereitet. Beste Grüsse aus Berlin

  2. Hallo!
    Super Artikel. Man kann nicht vorsichtig genug sein, wenn mehrere Handwerker (Gewerke) auf einmal. Es kann schnell teuer werden. Besonders wenn man in solchen Fragestellungen unerfahren ist. Ich empfehle auch noch zur Sicherheit Bilder von dem abgesperrten Bereich zu machen, mit Datum im Foto. Grüsse, Cesi.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.