Teppichboden im Kinderzimmer

teppichboden im kinderzimmerBabys verbringen ihre ersten Lebensjahre sehr häufig auf dem Boden. Noch bevor sie mit dem Laufen anfangen, krabbeln oder sitzen sie auf dem Boden und benutzen ihn als eine riesige Spielwiese oder erkunden die Gegend. Mit ihrem noch recht schwachen Immunsystem sind sie jedoch in unmittelbarer Nähe von Schadstoffen und Gefahrenquellen. Viele Eltern stellen sich deshalb die Frage, welcher Fußboden sich am besten für Kleinkinder eignet. Soll es ein herkömmlicher harter Belag oder doch lieber ein weicher Teppichboden sein?

Worauf sollten Sie bei der Wahl des Teppichboden achten

In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie bei der Wahl zum richtigen Bodenbelag achten sollen und wie Sie am besten den geeigneten Belag für Ihre Kinder finden.Als besonders warm und vor allem bequem gelten Teppichböden, denn sie fühlen sich angenehm an und haben eine geringere Verletzungsgefahr beim Hinfallen. Lange Zeit wurden sie als die angenehmsten Beläge angesehen. Aber sind sie wirklich so sicher wie man auf den ersten Blick meint?

Wichtigstes Kriterium

Als wichtigstes Kriterium bei der Wahl zum richtigen Bodenbelag sollte man in erster Linie nicht von der Optik ausgehen, sondern dieses Kriterium an letzter Stelle platzieren und sich über die Inhaltsstoffe des Teppichs erkundigen. Teppiche, die vor allem aus Kunststoff bestehen, sind nicht immer die beste Variante, denn vor allem am Anfang können diese schädliche Stoffe abgeben. Vinylchlorid, Kleber und Styrol-Butadien sind nur einige der Inhaltsstoffe, die für die Gesundheit von Kleinkindern besonders schädlich sind und sogar Krebs erregen können. Vor allem aus dem Schaumrücken können die Giftstoffe austreten und Kinder in Gefahr bringen. Ist der Teppich vollflächig verklebt, sind es die Ausdünstungen des Klebers, welche stark schädlich sind, vor allem im Winter sobald die Heizung auf Hochtouren läuft. Hier kann die Ausdünstung der Inhaltsstoffe im Kleber noch zusätzlich verstärkt werden.

Das sollten Sie wissen

Die meisten Kunstfasern haben die Eigenschaft, dass sie sich elektrostatisch aufladen und somit bei der Berührung von Metall hin und wieder einen kleinen Stoß verschaffen können. Krabbeln Babys bereits mit einem größeren Tempo oder sind sie sogar schon auf zwei Füßen unterwegs kann es passieren, dass sie sich bei etwas heftigeren Stürzen leichte Verbrennungen zufügen, welche besonders für die zarte Babyhaut schmerzhaft sein kann.

Hygieneproblem?

Auch die Reinigung eines Teppichbodens erweist sich in vielen Fällen als eine schwierige bis unmögliche Aufgabe. Zwischen den Fasern sammelt sich jede Menge Staub an, der sich nach einigen Jahren zu einem richtigen Hygieneproblem entwickeln kann. Vor allem für Kinder mit Allergien ist von einem Teppichboden deshalb stark abzuraten.
Naturfaserteppich

…dann aber bitte Naturfasern

Wer dennoch gerne zu einem weichen Teppichboden greift, sollte sicher gehen, dass er aus Naturfasern besteht, denn hier wird bei der Herstellung auf viele gefährliche Inhaltsstoffe verzichtet. Allerdings gibt es dennoch einige Punkte, die man vor dem Kauf beachten soll. Damit Schurwollteppiche lange erhalten bleiben, müssen sie mottensicher sein. Um dies zu ermöglichen, werden die Teppiche mit einem bestimmten Mottenschutz versehen, der sehr oft Pyrethroide, ebenfalls schädliche Schadstoffe, enthält. Am besten sollten Sie deshalb kritisch sein und sich nach Teppichen umsehen, die mit einem TÜV-Umweltsiegel versehen sind.

Viele Hersteller von Bioprodukten bieten ebenfalls ein überschaubares Sortiment an geeigneten Teppichen für Kinderzimmer an. Die Suche nach einem guten Belag kann sich allerdings als ein langwieriges und vor allem schwieriges Unterfangen gestalten, bei dem viel Geduld gefragt ist. Hat man allerdings den richtigen Belag für das Kinderzimmer gefunden, steht dem unbesorgten Spielen der Kleinsten nichts mehr im Weg.

Bild  Frau mit Kinder von Fotolia – Urheber: Oksana Kuzmina

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