Verlegemuster für Fliesen

Wir zeigen Ihnen hier 6 Verlegemuster, weitere folgen…

Ob Feinsteinzeug oder Keramik, hier erfahren Sie wie die Bodenfliesen in das rechte Licht gerückt werden.

Wer sich beim Bodenbelag, für Fliesen entschieden hat, stellt sich früher oder später noch die Frage der Verlegemuster, um diese auch richtig in Szene zu setzen. Bei den verschiedenen Mustern kann man sich unter anderen zwischen Kreuzfuge, Römischen Verband und noch vielen weiteren entscheiden. Hier werden einige der geläufigsten Muster vorgestellt:
roemischer-verband

Römischer Verband

Dieses Muster erfreut sich bei vielen Menschen an großer Beliebtheit und wird sehr oft für das Verlegen von Natursteinfliesen oder auch Platten verwendet. Auf den ersten Blick wirkt dieser Belag wir ein Durcheinander von Platten, allerdings täuscht dieser Eindruck, denn hinter dem Muster stehen raffinierte Strukturen. Für eine zusätzliche Betonung sorgt das Fugenbild und die Wiederholung des Grundmusters, welches aus drei bis fünf Formen besteht.

Der Römische Verband ist somit ein abwechslungsreiches Muster, welches aber gleichzeitig Ruhe verbreitet und ein mediterranes Flair verbreitet.
kreuzfuge

Kreuzfuge

Die Kreuzfuge gilt als einer der Klassiker unter den Verlegemustern und scheint fast zeitlos. Das aufgeräumte Gesamtbild, welches die Kreuzfuge bietet, besteht aus bündig zueinander verlegten Fliesen. So entsteht ein besonders geradliniges Muster, welches sich besonders für einfache und moderne Wohnungen eignet. Wer dieses besondere Flair noch weiter unterstreichen will greift zu quadratischen Formaten.

Nach den beiden unterschiedlichen Verlegemustern, welche einerseits geordnet und andererseits raffiniert sind, kann man auch für eine mittlere Variante entscheiden, indem man zu einer Verlegung mit Versatz greift. Dem Verleger bleibt es hier selbst überlassen, wie das Endresultat aussehen soll.

Entscheidet man sich für den Halbverband, versetzt man die einzelnen Fliesen in jeder Reihe um die Hälfte ihrer Länge. Bei diese Art und Weise, bringt man Schwung in die Wohnung, behält aber andererseits immer noch eine gewisse Ordnung und Linie im Bild.

Anders sieht es allerdings beim Drittel- bzw. Viertelverband aus. Wie es der Name schon andeutet, versetzt man hier die Fliesen um ein Drittel oder um ein Viertel ihrer Länge. Das Gesamtbild wirkt hier noch lebendiger als beim Halbverband. Der Viertelverband eignet sich am besten für rechteckige Fliesen.

Wer es noch lebendiger haben will, der wagt sich an den Wilden Verband. Hier gibt es keinen festen Versatz. Man beginnt mit der Verlegung an einer bestimmten Stelle des Raumes und macht in jeder neuen Reihe mit den abgeschnittenen Teilstücken weiter. Welches Muster man wählt hängt davon ab, wie dezent man seine Wohnung haben will. Grundsätzlich kann man auch die verschiedenen Muster kombinieren. Gerade in Räumen wie im Badezimmer bringen die verschiedenen Muster Abwechslung in die eigenen vier Wände.
diagonalverband

Diagonalverband

Diese Art des Verlegens ist gern gesehen, da es ein bewegtes Muster erzeugt und dennoch technisch sehr einfach ist. Dennoch empfiehlt es sich, den Raum korrekt auszumessen und so gut wie nur möglich im Voraus zu planen, damit es nicht zu Schwierigkeiten oder Fehlern kommt. Sollten Sie sich hierbei nicht sicher sein, ziehen Sie am besten einen Fachmann hinzu.

Als Grundtechnik erweist sich der Diagonalverband simpel, denn dazu verlegt man die Fliesen einfach im 45 Grad Winkel. Eine weitere Stufe kann man mit einem Randfries hinzufügen. Hierbei handelt es sich um schmale Fliesen, die einen einheitlichen Randabschluss bilden. Sie können an den Wänden entlang gerade verlegt werden. Mit dem Verlegen von Streifeneinlagen können Sie den Diagonalverband zusätzlich noch durch umrandete Streifen vergrößern. Wählen Sie Farben mit Kontrasten, können Sie eine charakteristische Fliesenanordnung schaffen.

So verlegen Sie diagonal

Bevor Sie mit dem Verlegen anfangen, sollten Sie die Linien, an denen Sie arbeiten markieren. Da Sie von der Mitte des Raumes aus diagonal anfangen, lohnt es sich auf dem Estrichgrund eine Linie zu ziehen, an der Sie anschließend die Fliesen nach und nach an dieser Achse verlegen. Verwenden Sie große Bodenplatten, dann sollten Sie mit einer ausreichenden Fugenbreite rechnen, damit die Spannungen, die im Laufe der Zeit entstehen, ausgeglichen werden können. Zum kleben verwenden Sie am besten einen flexiblen aber dennoch stabilen Fliesenkleber. Vor allem im Winter beim Aktivieren der Fußbodenheizung ist das notwendig, damit die Temperaturunterschiede ausgeglichen werden können.

Nachdem die erste Linie von der Mitte aus verlegt ist, kann diese als Ausgang genutzt werden. Anschließend verlegen Sie immer weiter die restlichen Fliesen bis hin zum Fries.

Besonders wichtig: Verwenden Sie beim Festkleben immer nur so viel Kleber wie Sie verarbeiten können, denn ein bereits angetrockneter Kleber kann bei großflächigen Fliesen nur schwer verarbeitet werden.

fischgraetverband

Fischgrätverband

Unter den zahlreichen Verlegemustern ist der Fischgrätverband eine eher ungewöhnliche Variante und wird häufiger für Parkett oder Bodenklinker verwendet. Aber auch mit Fliesen macht der Fischgrätverband eine gute Figur. Hierfür verwendet man kleinere rechteckige Fliesen. Beim Verlegen reiht man die Fliesen diagonal zur Fahrtrichtung mit ihrer Schmal- und Längsseite wechselseitig aneinander, sodass man nach und nach ein treppenartiges Muster erhält. Die ersten Fliesen werden anhand einer Hilfe (im 90° Winkel) angebracht, der zweite wird im rechteckigen Winkel angebracht. Beginnen Sie von einer Ecke aus, brauchen Sie keine Hilfsdiele und gestalten eine Art Zopf durch wechselseitiges Anreihen von linken und rechten Elementen.

Mit diesem Muster können Sie vor allem großen Räumen einzigartige Akzente setzen.

polygonalverbandPolygonalverband

Eine weitere Variante der Verlegung ist der Polygonalverband aus mehreckigen Platten. Wie auch schon beim Fischgrätmuster, ist der Polygonalverband bei Fliesen noch nicht so verbreitet wie im Vergleich zu Granitplatten. Das Muster verleiht den Räumen einen sehr mediterranen Eindruck. Im Gegensatz zu den exakt geometrisch verlegten Platten bringt der Polygonalverband mehr Schwung in die Variation und lässt die Räume natürlich erscheinen. Die Verlegung erweist sich als etwas schwieriger als die klassischen geometrischen Varianten.

Nach der Verlegung des Polygonalverbands muss am Ende ein besonderes Augenmerk auf die Fugen gelegt werden. Die Fugen müssen sehr vorsichtig entweder mit einer Kelle oder flüssig gefüllt werden.

rosenspitzverbandRosenspitz Verband

Diese Art des Verbands gehört zu den älteren und klassischen Verlegemustern, welches im 12. Und 13. Jahrhundert vor allem in Kirchengebäuden als Bodenmuster verlegt wurde. In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde der Rosenspitz Verband auch unter dem Namen Egerer Muster bekannt und sehr gern gesehen.

Beim Rosenspitz Muster bildet eine quadratische Fliese das Zentrum, welches auf allen Seiten von Navetten eingefasst wird. Je nachdem, wie das Endresultat aussehen soll, sind die Navetten in unterschiedlichen Breiten erhältlich. Handelt es sich bei der Verlegung um kleinere Räume, können diese mit schmalen Navetten optisch größer gestaltet werden. Verwendet man hingegen breite Navetten, erhält der Raum einen bodenständigeren Charakter.

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