Tipps für den Kauf Ihres neuen Fußbodens: Verschnitt berechnen

Verschnitt berechnenSie wollen einen neuen Bodenbelag kaufen und in Ihrem Wohnzimmer, Flur oder Schlafzimmer verlegen, wissen aber nicht, wie Sie den Verschnitt berechnen? Dafür geben wir Ihnen einige Tipps. Denn egal ob Parkett, Laminat oder Vinyl: Nichts ist ärgerlicher, als wenn Ihnen auf den letzten Zentimetern der Belag ausgeht. Denn Nachkaufen können Sie Ihren Boden in der Regel. Dann stammt er aber meist aus einer anderen Charge und kann damit andere Farbtöne oder Maserungen aufweisen. Liegen zwei Parkettdielen aus unterschiedlichen Chargen direkt nebeneinander, fällt das natürlich ins Auge und ist umso ärgerlicher.

Vor dem Kauf: Materialmenge und Verschnitt berechnen

Zunächst müssen Sie vor dem Kauf von Parkett, Laminat oder Vinyl die benötigte Materialmenge berechnen. Wie viele Pakete mit Dielen Sie brauchen, hängt nicht nur von der Größe Ihres Zimmers ab, sondern auch von der Länge und Breite der Dielen. Gehen Sie also nach den Quadratmeterangaben des Herstellers.

  1. Berechnen Sie zunächst die Grundfläche des Raumes. Bei viereckigen Räumen mit geraden Wänden ist das einfach. Messen Sie möglichst genau, auch wenn es Ecken und Nischen schwer machen. Sonst haben Sie am Ende viel zu viel oder viel zu wenig Bodenbelag.
  2. Aus diesen Werten berechnen Sie die Quadratmeter des Raumes. Beim Kauf des Bodenbelages können Sie die Quadratmeter angeben, um den Holzboden zu bestellen.
  3. Egal wie gerade die Wände sind und wie exakt Sie gemessen haben: Es wird immer Verschnitt dazu geben. Denn wenn Sie eine Reihe Dielen gelegt haben, werden Sie immer am Ende noch Reste absägen müssen. Diese können Sie nicht wieder verwenden. Schlagen Sie also im Regelfall fünf bis zehn Prozent auf Ihre Berechnung der Quadratmeter auf.
  4. Ist Ihr Zimmer stark verwinkelt? Gibt es viele Nischen oder Heizungsrohre? Dann kaufen Sie lieber noch etwas mehr Parkett, Laminat oder Vinyl, denn der Verschnitt wird größer sein.

Geringer Verschnitt bei der Trittschalldämmung

Auch bei der Trittschalldämmung müssen sie etwas Verschnitt berechnen. Hier ist der allerdings nicht so groß wie beim Bodenbelag. Denn die Trittschalldämmung wird in der Regel auf Rollen geliefert. So können Sie das Material in der benötigten Menge abschneiden. Verschnitt entsteht dabei kaum. Trittschalldämmungen, ebenso wie beispielsweise Dampfbremsen, werden übrigens auch nach Quadratmeterangaben gekauft.

Verschnitt berechnen bei Fußleisten

Fußleisten oder auch Sockelleisten werden in laufenden Metern gekauft. Hierfür müssen Sie die Länge der Wände messen und dementsprechend genügend laufende Meter der Leisten kaufen. Türöffnungen können Sie beim Ausmessen übrigens aussparen. Aber trotz aller Genauigkeit beim Messen müssen Sie auch bei den Fußleisten Verschnitt berechnen. Addieren Sie daher zu den von Ihnen ermittelten Längen zehn Prozent hinzu. Dann müsste die gekaufte Menge der Leisten für den Sockel locker ausreichen. Auch hier gilt: Je mehr Ecken und Nischen, desto höher der Verschnitt.

Informieren Sie sich in unserem Blog auch über Trittschalldämmung.

Shutterstock Bild 331055099 – Urheber Antonio Guillem

 

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