Fussböden und Fachfirmen in einer Übersicht!
Fussböden und Fachfirmen in einer Übersicht!

Fußbodenhandwerk

Estrichleger

Was lernt ein Estrichleger in der Ausbildung?

Was ein Estrichleger eigentlich gearbeitet hat, kann man nicht mehr sehen, wenn eine Baustelle fertig ist. Aber man würde es hören und auch spüren, wenn kein Estrichleger am Werk war: Dieser Handwerker sorgt für die richtige Dämmung unter dem Fußboden. Er bereitet den Boden vor, auf den später Parkett, Laminat, Teppich, Fliesen und Co aufgebracht werden. Und dabei sorgt der Estrichleger dafür, dass man die Nachbarn aus der oberen Wohnung nicht so laut gehen hört – und dafür, dass die Heizungskosten nicht in die Höhe schnellen. Denn der Estrichleger sorgt auch für die Wärmedämmung unter dem Boden.

Der Estrichleger ist der Spezialist für den richtigen Aufbau des Fußbodens. Der wird eben – wie die Berufsbezeichnung schon verrät – mit Estrich gestaltet. Dabei gibt es nicht nur einfach eine Sorte Estrich, die der Handwerker immer für den Bodenaufbau verwenden kann. Vielmehr muss der Estrichleger bei jeder Baustelle neu entscheiden, welchen Estrich er wie nutzen muss. Das hängt ab von den Anforderungen an den Fußboden und von den Gegebenheiten der Baustelle. So gibt es etwa schwimmende Estriche und auch sogenannte Verbund-Estriche.

Das macht der Estrichleger:

Der Spezialist für den Fußbodenaufbau legt nicht nur Estrich. Er sorgt auch für die Versiegelung, ebenso wie für Beschichtungen und das Imprägnieren. Außerdem lernt der Estrichleger, verschiedene Böden zu verlegen, die er als Platten oder Bahnen bekommt, wie etwa:

  • Textilbeläge
  • Gummibeläge
  • Kunststoffbeläge
  • Korkböden

In der Praxis lernt der Estrichbauer während der Ausbildung, Dämmstoffe in den Fußboden einzubringen. Dabei geht es etwa um Wärme- und Kältedämmung, aber auch um Brandschutz und Schallschutz. Natürlich lernt der Estrichleger die Herstellung verschiedener Estriche, sowie die Herstellung von Böden aus Beton. Wichtig ist dabei auch das Wissen, wie man Böden aus Estrich oder Beton saniert und Schadstellen ausbessert. Außerdem muss der Spezialist Schichten aus Kunstharz aufbringen können.

In der Theorie lernt der Estrichleger-Lehrling, wie er den Umweltschutz im Rahmen seiner Arbeit beachtet. Wichtig sind auch Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz, sowie Brandschutz an den Baustellen. Ausbildungsinhalt ist auch die Einrichtung und Sicherung einer Baustelle. Ebenso lernt der Estrichleger, wie er Angebote berechnet und formuliert, wie er seine Arbeit strukturiert und seine Arbeit korrekt erfasst.

So lange dauert die Ausbildung:

Die Ausbildung zum Estrichleger dauert insgesamt drei Jahre. Besonders talentierte Auszubildende können die Zeit verkürzen. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres steht im Regelfall eine Zwischenprüfung an. Die Abschlussprüfung in Theorie und Praxis erfolgt nach den drei Jahren der Ausbildung.

Diese Interessen sollte ein angehender Estrichleger haben:

Wer sich für eine Ausbildung zum Estrichleger interessiert, sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Job körperlich anstrengend ist. Man verbringt viel Zeit auf den Knien und Arbeitsmaterialien müssen oftmals über mehrere Etagen zur Baustelle gebracht werden. Man sollte also körperlich fit sein und Ausdauer haben, sowie Freude an körperlicher Arbeit. Darüber hinaus sind Sorgfalt und handwerkliches Geschick wichtig. Auch sollte man sowohl alleine arbeiten können, als auch im Team. An einer Baustelle arbeiten viele Gewerke miteinander. Daher sollte man mit anderen Handwerkern zusammenarbeiten können und Absprachen treffen und einhalten können. So arbeitet man als Estrichleger etwa in enger Abstimmung mit dem Parkettleger oder Bodenleger, aber auch mit Heizungsinstallateuren – etwa wenn eine Fußbodenheizung eingebaut werden soll. Hilfreich ist es auch, wenn man gut in Mathematik und Physik ist oder in Schulfächern wie Werken.

Weil körperliche Arbeit gefordert wird und Arbeitsbedingungen auf dem Bau oft hart sind, finden Estrichleger – ebenso wie andere Handwerker – immer weniger Auszubildende. Wer sich für den Beruf interessiert, hat also gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Und auch die Bezahlung, die Aufstiegschancen im Betrieb und die Weiterbildungsmöglichkeiten sind sehr gut.

Fliesenleger

Was lernt ein Fliesenleger in der Ausbildung?

Wer Fliesenleger werden will, der benötigt Geduld und Fingerspitzengefühl. Es geht nämlich nicht immer darum, große, weiße Fliesen im Bad zu verlegen. Es gibt auch filigrane Fliesen, besonders anspruchsvolle Baustellen und natürlich edle Mosaike aus kleinen Steinchen. Die genaue Berufsbezeichnung lautet daher auch Fliesen-, Platten- und Mosaikleger.

Die Ausbildungszeit beträgt in der Regel drei Jahre, kann aber bei besonders guten Auszubildenden auf bis zu zwei Jahre verkürzt werden. Zum Abschluss der Ausbildungszeit legen Auszubildende die Gesellenprüfung ab. Danach ist es auch noch möglich, die Meisterschule zu besuchen und den Meistertitel zu erlangen.

Das macht ein Fliesenleger:

  • Verkleidung von Wänden, Böden und Fassaden mit Fliesen, Platten und Mosaiken
  • Arbeit in Neubauten oder bei Renovierungen in Altbauten
  • Beratung der Kunden bei der Auswahl der Materialien und Farben
  • Aufmaße und Berechnungen von Materialmenge und Kosten
  • Vorbereitung des Untergrunds
  • zuschneiden, fliesen und verfugen
  • kreative Mosaike erstellen
  • Verlegepläne lesen und zeichnen

Was macht ein Fliesenleger genau?

Ein Fliesenleger verlegt eben nicht nur Fliesen. Er lernt viel mehr, auch über die rein handwerklichen Arbeiten hinaus. Neben dem Verlegen von Fliesen und Platten und der Gestaltung von Mosaiken müssen Auszubildende auch lernen, wie einfache Gerüste richtig aufgebaut werden. Zur Ausbildung gehören außerdem grundlegende Fragen in den Bereich Arbeitsschutz, sowie Gesundheits- und Brandschutz. Ebenso werden Grundkenntnisse in der Baustelleneinrichtung vermittelt.

Im handwerklichen Bereich lernt der Fliesenleger übrigens nicht nur den Umgang mit Fliesen und Steinen. Er muss auch einfache Holzverbindungen herstellen können und natürlich Mörtel, Beton, Estrich und Putz mischen lernen. Auch lernt er den Umgang mit Bausteinen und natürlich mit Baumaschinen und Werkzeugen. So gehört zum Berufsbild nicht das einfache Verlegen, sondern natürlich auch das richtige Zuschneiden der Fliesen und das Dämmen der gefliesten Flächen, sowie das Verfugen. Auch muss der Untergrund richtig vorbereitet werden, bevor Fliesen oder Mosaike darauf gelegt werden.

In der Theorie gibt es auch einiges an Wissen anzusammeln: Es gilt etwa, die verschiedenen Materialien zu kennen, die im Bau verwendet werden und Grundlagen der Farbenlehre zu erlernen. Darüber hinaus lernen Auszubildende auch einiges aus der Bauphysik: Wärmeschutz und Schallschutz sind dabei Themen, ebenso wie natürlich Feuchtigkeitsschutz, der natürlich vor allem beim klassischen Einsatzort für Fliesenleger wichtig ist – im Badezimmer oder der Küche.

Darüber hinaus muss ein Fliesenleger nicht nur Bauzeichnungen, Entwürfe und Verlegeskizzen lesen können – er muss sie teilweise auch selbst herstellen. Aufmaße muss er ebenfalls richtig berechnen können. Daher ist auch das Teil der Ausbildung.

Was sollte ein Fliesenleger können?

Wer eine Ausbildung zum Fliesenleger machen möchte, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es kein einfacher Job ist: Geduld und Fingerspitzengefühl sind nötig. Aber auch Kraft und Ausdauer. Denn die Baumaterialien trägt einem niemand anderes in den Raum im zweiten Stock, in dem die Fliesen verlegt werden. Außerdem arbeitet man oft gebückt oder auf den Knien und sollte daher belastbar und fit sein und nicht schon vorher unter Knieproblemen leiden. Räumliches Denken schadet auf jeden Fall auch nicht. Und grundlegende Mathe-Kenntnisse sind wichtig, um etwa das Aufmaß berechnen zu können. Bevor man sich für diesen Beruf entscheidet, kann ein Praktikum helfen, Einblicke zu gewinnen und zu sehen, ob man die Belastung auch aushält.

Ein gutes Gefühl für Formen und Farben ist auch wichtig. Denn heute wollen viele Kunden nicht mehr nur die weißen Fliesen im Bad. Es sollen kunstvolle Bäder geschaffen werden oder Terrassen mit ansprechenden Mustern. So kann man sich kreativ ausleben und teilweise seine eigene Kreativität einbringen – in Absprache mit dem Kunden und dessen Wünschen.

Parkettleger

Was lernt ein Parkettleger in der Ausbildung?

Angehende Parkettleger lernen während ihrer Ausbildung vor allen Dingen, wie sie verschiedene Holzfußböden verlegen - also neben Parkett auch Dielen und Laminat. Darüber hinaus lernen sie auch, wie diese Böden aus natürlichem Material richtig gepflegt und wie sie restauriert werden. Ein Parkettleger beschäftigt sich aber nicht nur mit Bodenbelägen aus Holz, sondern lernt auch, wie andere Materialien verlegt werden, beispielsweise Designbelag oder PVC-Boden.

Die Ausbildung zum Parkettleger ist eine duale Ausbildung. Das bedeutet: Sie findet sowohl in einer Fachschule als auch im Betrieb statt. In der Regel sind Auszubildende zwei Tage in der Woche in der Schule und lernen von Lehrern die theoretischen Grundlagen. Und an den übrigen drei Tagen sind die Lehrlinge im Betrieb, wo sie von den erfahrenen Kollegen in der Praxis ihr Handwerk erlernen.

In der Berufsschule:

In der Berufsschule steht vor allem die theoretische Ausbildung auf dem Lehrplan. Azubis lernen dort die verschiedenen Bodenbeläge, Materialien und auch Werkzeuge kennen. Sie lernen die Vorteile und Nachteile von Parkett und Co. und üben etwa das Berechnen von benötigten Materialmengen und Angeboten. Teil der Ausbildung ist es auch, Rechnungen zu erstellen und Grundlagen des technischen Zeichnens zu lernen. Wichtige Themen in der Theorie sind auch die Qualität der verwendeten Materialien erkennen und überprüfen, ebenso wie Regelungen des Arbeitsschutzes und Gesundheitsschutzes zu beachten.

Parkettleger verlegen beispielsweise auch:

  • Teppich
  • Linoleum
  • Steinteppich
  • PVC
  • Design-Belag
  • Kork
  • Bambus

In der Firma:

Im Ausbildungsbetrieb ist die Ausbildung zumeist viel praktischer angelegt, als in der Berufsschule: Man lernt direkt, verschiedene Bodenbeläge zu verlegen und natürlich zuvor den Untergrund vorzubereiten. Dazu gehören das Verspachteln, Schleifen und Reinigen des Unterbaus. Speziell beim Parkett lernen Parkettleger natürlich, wie der empfindliche Boden richtig gepflegt wird, wie man ihn restauriert, schleift und versiegelt. Mit dem Wissen aus dem Unterricht fertigen die Azubis zudem Verlägepläne und Raumskizzen an und lernen in der Praxis, wie sie Räume richtig ausmessen und daraus den Materialbedarf berechnen. Und ein wichtiger Punkt bei Parkettlegern: Sie lernen den Umgang mit den Kunden von der Beratung bis zum Verlegen und Restaurieren. Denn Kundenkontakt wird es in dem Beruf immer geben und er ist ein wichtiger Teil der alltäglichen Arbeit.

Das sollte ein Azubi mitbringen:

Wer Parkettleger werden möchte, der sollte kreativ sein und geduldig, aber auch auf Qualität achten und vor allen Dingen gut rechnen können. Handwerkliches Geschick und konzentriertes Arbeiten sind wichtig, ebenso wie ein freundliches Auftreten den Kunden gegenüber. Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben. Oftmals haben Azubis im Parkettleger-Handwerk einen Hauptschulabschluss oder die mittlere Reife. Auch ganz ohne Schulabschluss könnte man die Ausbildung machen, wenn man einen Ausbildungsbetrieb findet. Ein Abschluss ist allerdings von Vorteil.

Ende der Ausbildung

In der Regel endet die Ausbildung nach drei Jahren. Dann gibt es eine mehrstündige theoretische Prüfung, in der die Lehrlinge ihr Wissen aus der Berufsschule und dem Arbeitsalltag einbringen müssen. Zur Sache geht es dann in der praktischen Prüfung: Unter den Augen der Prüfer müssen die Azubis einen Parkettboden verlegen und noch einen weiteren Belag, wie Linoleum oder einen Teppich. Dabei verlegen die Prüflinge nicht nur den Boden, sondern müssen auch den Untergrund vorbereiten und zum Abschluss die Oberfläche richtig behandeln. Wer beide Prüfungen besteht, darf sich fortan Geselle nennen. Wer möchte, kann im Anschluss - meist nach ein oder zwei Jahren Berufserfahrung - auf einer Meisterschule den Meistertitel erlangen. Weiterbildungen zum Restaurator im Parketthandwerk oder zum Betriebswirt des Handwerks sind ebenfalls möglich.

Bodenleger

Was lernt ein Bodenleger in der Ausbildung?

Der Bodenleger kümmert sich um alle möglichen Arten von Fußböden. Dabei richtet er sich ganz nach dem Geschmack der Kunden und gestaltet deren heimischen vier Wände aus mit Teppich, Linoleum, Laminat oder auch mit Fertigparkett. Der Bodenleger lernt aber nicht nur, gemütliche Wohnungen mit einem neuen Boden auszustatten – er kümmert sich auch um Fußböden in Industriehallen oder Bürogebäuden oder den Belag in Sporthallen.

Ein Bodenleger arbeitet vor allen Dingen in Innenräumen. Er hat viel Kundenkontakt und muss auch im Team arbeiten können, sowohl mit Kollegen, als auch mit Handwerkern anderer Gewerke.

Eines ist der Beruf des Bodenlegers sicher nicht: und zwar langweilig. Denn es gibt eine Vielzahl an Materialien und Designs. Unterschiedliche Beläge erfüllen unterschiedliche Funktionen und jede Baustelle ist anders und erfordert wieder neues Eindenken und kreative Lösungen für die kleinen Unwägbarkeiten an den Baustellen. Damit ist jeder Tag ein anderer, genau wie jeder Boden ein anderer ist. Abwechslung ist garantiert.

Der Bodenleger unterscheidet sich vom Parkettleger. Der Parkettleger lernt zwar auch, wie man beispielsweise Teppiche oder Linoleum verlegt, ist allerdings spezialisiert auf Bodenbeläge auf Holz. Während der Bodenleger Fertigparkett verlegt, gibt es beim Parkettleger alle möglichen natürlichen Bodenbeläge.

Das sollte ein Azubi mitbringen:

  • Kreativität
  • Handwerkliches Geschick
  • Kundenorientierung
  • Eigenständigkeit
  • Teamarbeit
  • Körperliche Belastbarkeit

Wer Bodenleger werden möchte, der sollte sehr kreativ sein und gestalterisches Talent haben. Er sollte die verschiedenen Materialien kennen, samt ihren Vorteilen und Nachteilen. Damit kann der Bodenleger den Kunden richtig beraten und helfen, den perfekten Boden für Schlafzimmer, Bad oder Küche auszuwählen. Denn nicht jeder Boden eignet sich für jeden Raum. Ein Bodenleger sollte mit den Kunden gut umgehen können. Außerdem sollte er auch dem Bau selbstständig arbeiten können – und sich dennoch eng mit den anderen Handwerkern abstimmen können. Teamwork ist genauso wichtig wie Eigenständigkeit. Auch sollte ein Bodenleger – ebenso wie Parkettleger oder Fliesenleger – körperlich fit sein. Immerhin geht es oftmals auch darum, die Materialien für die Bodenbeläge in höhergelegene Etagen zu tragen.

Die Ausbildung zum Bodenleger

Ein Bodenleger lernt drei Jahre. Ein Azubi macht eine sogenannte duale Ausbildung. Das bedeutet: Die meiste Zeit lernt der Azubi in seinem Betrieb, aber an etwas zwei Tagen in der Woche – oder manchmal auch wochenweise – ist er in der Berufsschule und lernt die Theorie seines Handwerks. Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres gibt es eine Zwischenprüfung. Die Ausbildung endet dann mit einer Abschlussprüfung und dem Gesellentitel.

In der Theorie:

Der Auszubildende zum Bodenleger lernt nicht nur die Materialien und ihre Vorteile und Nachteile kennen. Er muss sich in der Schule etwa auch mit Tarifrecht und Arbeitsrecht beschäftigen, ebenso wie mit Umweltschutz und natürlich mit Gesundheits- und Arbeitsschutz. Darüber hinaus ist es wichtig, wie sich Arbeitsabläufe gestalten und vorbereitet werden und wie Verlegeskizzen und andere Pläne angefertigt und gelesen werden.

In der Praxis:

Vor allem im Betrieb lernt der Auszubildende zum Bodenleger, wie Baustellen vorbereitet werden. Dazu gehört das Räumen des jeweiligen Zimmers, ebenso wie das Sichern. Wichtig ist auch der richtige Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen und Maschinen, mit denen ein Bodenleger in Berührung kommt.

Bodenleger lernen in der Ausbildung, wie sie den Untergrund für den neuen Bodenbelag optimal vorbereiten – und wie sie den Boden dann gestalten. Dabei arbeiten sie sowohl mit textilen und elastischen Bodenbelägen, wie Teppichen und PVC-Böden, aber auch mit Fertigparkett. Zum Beruf eines Bodenlegers gehört es auch, Böden zu reparieren und zu sanieren und Oberflächen optimal zu behandeln.

Pflasterer/Steinsetzer

Was lernt ein Pflasterer/Steinsetzer in der Ausbildung?

Der Pflasterer arbeitet im zumeist industriellen Bauunternehmen oder im Garten- und Landschaftsbau. Der Beruf wird auch als Steinsetzer bezeichnet. Wie der Name schon sagt, verlegt der Steinsetzer Pflaster. So stellt er Straßen oder Wege her, ebenso wie Parkplätze oder Terrassen. Aber auch Randeinfassungen, etwa an Gehwegen, fallen in das Arbeitsfeld des Pflasterers. Die Bezeichnungen Pflasterer oder Steinsetzer sind mittlerweile aber vielmehr historisch und keine offiziellen Bezeichnungen mehr: Die Ausbildungsinhalte finden sich aber im Beruf des Straßenbauers und in der Ausbildung des Gärtners mit Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Der Gärtner darf aber nicht als Pflasterer im Straßenbau tätig werden, sondern nur etwa in Gärten und Parks oder auf Friedhöfen Wege anlegen und Terrassen gestalten. In Deutschland kann man sich zudem zum Kleinpflasterleger weiterbilden.

Der Pflasterer arbeitet mit Steinen aus Naturstein oder aus Kunststein. Er verlegt aber nicht nur das Pflaster, sondern bereitet auch den Untergrund vor. Der Auszubildende zum Pflasterer lernt also, eine sogenannte Tragschicht herzustellen. Je nach Einsatzort gehören Verlegesand, Frostschutzkies, Betonuntergründe und eine Entwässerung dazu. Der Steinsetzer kommt auch im Bereich des Gewässerschutzes zum Einsatz. Dort verlegt er etwa Wildpflaster oder Böschungspflaster.

Zur Ausbildung gehört auch die Einrichtung und Sicherung einer Baustelle, sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. Darüber hinaus lernen Auszubildende die Herstellung von Mörtel, sowie den Umgang mit den verschiedenen natürlichen und künstlichen Materialien, wie etwa Stein und Gesteinskörnung. Auch der Umgang mit den Werkzeugen und Maschinen gehört zur Ausbildung. Denn ein Pflasterer kommt oft in Berührung mit Hacke, Schaufel, Kelle und Richthammer, sowie der Betonmischmaschine, dem Pflasterhammer und der Pflasterzange. Der Pflasterer arbeitet aber auch mit verschiedenen Messwerkzeugen, damit er in Außenbereichen eine gerade Fläche herstellen kann. Der Beruf ist übrigens ein klassischer Männerberuf. Nur etwa ein Prozent der Steinleger sind weiblich.

Steinleger verlegen aber nicht nur einfach Steine. Sie gestalten, ebenso wie Bodenleger und Fliesenleger, auch die Flächen. So gibt es verschiedene Versetzmuster und Methoden. Die Arbeit ist also nicht nur körperlich fordernd, sondern verlangt durchaus auch Kreativität und Kenntnisse verschiedener Versetzmethoden.

Der Steinleger ist oftmals ein Saisonarbeiter und hat daher im Winter – wie etwa ein Dachdecker – nicht viel zu tun. Der Steinsetzer gehört zu den Berufen im Baugewerbe, die vor allen Dingen in Außenbereichen tätig sind und daher auch der Witterung ausgesetzt wird. Bei Bodenfrost und kalten, langen Wintern ist daher weniger zu tun.

Das sollte ein Auszubildender für das Pflasterhandwerk mitbringen:

  • Körperliche Belastbarkeit
  • Geduld
  • Geschick
  • Genauigkeit
  • Sorgfalt
  • Teamfähigkeit

Die Berufschancen

Pflasterer finden vielfältige Anstellungsmöglichkeiten. Sie arbeiten etwa in Bauunternehmen und Straßenbaufirmen, in Straßenmeistereien oder bei Garten- und Landschaftsbauern. Oftmals sind sie in kleinen Betrieben tätig, die sich auf Pflasterarbeiten spezialisiert haben. Besonders in großen Städten findet sich viel Arbeit für Steinleger, denn gerade der öffentliche Raum – etwa Gehwege und Wege in Parkanlagen oder Eingangsbereiche von Gebäuden – wird oftmals mit Pflaster ausgestaltet.

Die Aussichten, Arbeit zu finden, sind derzeit in dem Handwerk gut. Denn vor allem in der Sanierung von Altstädten oder von Verkehrsräumen sind immer mehr Einsätze gefragt.

Die Ausbildung zum Straßenbauer und zum Gärtner

Die Ausbildung zum Straßenbauer und auch zum Gärtner dauert jeweils drei Jahre. Sie findet sowohl im Betrieb, als auch in der Schule statt. Nach zwei Jahren steht eine Zwischenprüfung an. Die Ausbildung endet mit einer Gesellenprüfung in der Theorie und der Praxis.

Sachverständiger/Gutachter

So wird man ein Sachverständiger/Gutachter für den Fußboden

Ein Sachverständiger überprüft, ob ein anderer Handwerker seinen Auftrag korrekt ausgeführt und einen Boden fachlich korrekt verlegt hat. Das ist besonders im Schadensfall wichtig, etwa um vor Gericht einen handwerklichen Fehler des Dienstleisters beweisen und so Schadensersatz fordern zu können. Sachverständige machen etwa Gutachten für Gerichtsverfahren, aber auch Schiedsgutachten oder Privatgutachten, ebenso wie Gutachten im Auftrag von Versicherungen.

Nicht jeder Handwerker kann einfach sagen, dass er viel Ahnung von seinem Handwerk hat und deswegen als Sachverständiger Böden begutachten kann. Zumindest sind diese Gutachten dann oftmals in strittigen Fällen vor Gericht anfechtbar. Ein offizieller Sachverständiger wird öffentlich bestellt und vereidigt. Sie werden etwa von Handwerkskammern oder Architektenkammern bestellt, aber auch von Bezirksregierungen und Landesämtern. Gerichte greifen in Streitverfahren zumeist auf öffentlich bestellte Sachverständige zurück.

Der Sachverständige muss zunächst einige Prüfungen durchlaufen, die sowohl seine persönliche Eignung als auch sein fachliches Wissen beurteilen. Anschließend wird der Sachverständige vereidigt. Der Eid verpflichtet ihn, unabhängig und unparteiisch seine Arbeit auszuführen.

Wer kann Sachverständiger werden?

Generell muss man in dem Handwerk eine Ausbildung gemacht haben und tätig gewesen sein, in dem man auch als Sachverständiger tätig werden möchte. So hat der Sachverständige bereits viel Wissen und Erfahrungen gesammelt, die für seine Arbeit als Sachverständiger wichtig sind. Wer Sachverständiger werden möchte, muss prinzipiell in der Lage sein, das Bodenlegerhandwerk oder das Parkettlegerhandwerk auch selbstständig auszuführen, deswegen sind oftmals Firmeninhaber oder Geschäftsführer als Sachverständige bestellt.

Der Sachverständige muss eine besondere Sachkunde haben – also überdurchschnittliche Fachkenntnisse. Gemeint sind damit Kenntnisse, die noch oberhalb des nötigen Wissens bei einer Meisterprüfung liegen. Das Wissen muss in allen Bereichen rund um den Fußboden überdurchschnittlich sein – besonders im Bereich der Unterböden, da dort im Streitfall die meisten fehlerhaften Arbeiten ausgeführt werden. Er muss die Arbeit von Kollegen beurteilen und sein Ergebnis dann schriftlich und mündlich erklären können. Ein Laie muss die Erklärungen verstehen und ein anderer Sachverständiger in allen Einzelheiten nachvollziehen können.

Eine Fachorganisation überprüft die Leistungen und Kenntnisse eines angehenden Sachverständigen. In einer Hausarbeit muss der Handwerker ein schriftliches Gutachten erstellen. Dann folgt eine mehrstündige schriftliche Prüfung unter Aufsicht. Dort wird Fachwissen abgefragt. Zum Abschluss gibt es dann ein mündliches Gespräch. Hier wird der angehende Sachverständige unter anderem zu seinem Probegutachten befragt. Dabei legen die Prüfer ein Augenmerk auf die Diskussionsfähigkeiten und die Auffassungsgabe des Prüflings. Wichtig sind nicht nur eine gute sprachliche Ausdrucksfähigkeit und fachliches Wissen, sondern auch umfassendes rechtliches Wissen. So muss ein Sachverständiger nicht nur die Grundlagen des Sachverständigenrechts, sondern sich im Bereich seines Gewerks auch mit Zivilrecht und Strafrecht auskennen, ebenso mit dem Prozessrecht vor den verschiedenen Kammern des Gerichts.

Seminare für angehende Sachverständige

Wer sich zum Sachverständigen bestellen lassen möchte, der kann sich zusätzliches Wissen in Seminaren aneignen. Das ist vor allem im rechtlichen Bereich eine große Hilfe. So bieten etwa der Zentralverband Parkett und Fußbodentechnik und das Institut für Sachverständigenwesen Seminare an, die sich mit Arbeit, fachlichem Wissen, aber auch dem formulieren von Gutachten oder den finanziellen Aspekten auseinandersetzen.

Polier

im Hoch- oder Tiefbau

Polier ist eine Berufsbezeichnung im Bauwesen für den Leiter einer Baustelle oder eines Baustellenabschnitts. Er fungiert als Bindeglied zwischen den auf der Baustelle tätigen Mitarbeitern und der Bauleitung.

Poliere und Polierinnen im Bereich Hochbau planen, organisieren und überwachen Arbeitsprozesse auf Baustellen, weisen Mitarbeiter/innen an und stellen sicher, dass Bauarbeiten fachgerecht ausgeführt werden. Sie leiten Fachkräfte an und sind für die betriebliche Ausbildung auf Baustellen verantwortlich. Poliere und Polierinnen führen z.B. Messungen durch, prüfen Bauzeichnungen, organisieren den Materialeingang oder planen den Einsatz von Baumaschinen. Weiter sind sie für ein wirtschaftliches Personal­ und Betriebsmittelmanagement zuständig und kontrollieren die Qualität von Bauleistungen.

Poliere und Polierinnen im Bereich Hochbau finden Beschäftigung:

  • in Betrieben des Baugewerbes, z.B. bei Hochbauunternehmen, im Betonbau, in Sanierungs- und Modernisierungsunternehmen
  • im Feuerungs- und Schornsteinbau
  • im Fertighausbau

Poliere und Polierinnen im Bereich Tiefbau finden Beschäftigung:

  • in Firmen des Tief- und Spezialtiefbaus
  • bei kommunalen Bauämtern

Die Voraussetzungen:

Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist in der Regel eine Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, der der Fachrichtung Bau zugeordnet werden kann, sowie eine mehrjährige einschlägige Tätigkeit in der Baubranche und der Erwerb der Berufs und arbeitspädagogischen Eignung. Bei entsprechender Eignung, ist es auch möglich ohne Gesellenbrief, jedoch mit langjähriger Berufsausbildung zur Polierausbildung zugelassen zu werden.
„Geprüfter Polier“ ist ein in Deutschland staatlich anerkannter Abschluss. Dieser wird vom Prüfungsausschuss einer Handwerkskammer oder einer IHK geprüft. Jedoch muss der Auszubildende zuvor eine Fortbildung von etwa 600 Stunden hinter sich gebracht haben und diese nachweisen. Dieser Lehrgang vermittelt Kenntnisse in Betriebswirtschaft, Berufs- und Arbeitspädagogik, Recht sowie Sozialkunde und enthält einen umfassenden fachrichtungsspezifischen Teil.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Das durchschnittliche Gehalt eines Poliers liegt etwa bei 3.500 Euro Brutto pro Monat, allerdings gibt es nach oben kaum Grenzen, denn es ist auch möglich in diesem Beruf etwa 9.000 Euro brutto monatlich zu verdienen.

Landschaftsgärtner

Der Beruf des Landschaftsgärtners ist sehr vielseitig und etwas für fitte Leute, die zupacken können sowie Freude an der Natur haben. Langweilig wird es in diesem Beruf ganz bestimmt nie.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

In Deutschland gibt es mehr als 16.700 Landschaftsgärtner-Fachbetriebe, in denen über 112.000 Menschen arbeiten, dazu kommen noch rund 6.600 Auszubildende - Frauen wie Männer.

Die Aufgaben des Landschaftsgärtners:

Zu den zahlreichen und vielseitigen Aufgaben des Landschaftsgärtners zählt es unter anderem Hausgärten anzulegen und diese zu pflegen, Parkanlagen zu gestalten und sie in Schuss zu halten. Auch bringen Landschaftsgärtner die Natur in die Stadt, in dem sie Bäume und Sträucher einpflanzen und Kreisverkehre und Verkehrsinseln bepflanzen. Auch Sport- und Spielplätze, Golf- und Freizeitanlagen (z. B. Freibäder) erschaffen und pflegen die Landschaftsgärtner. Das Außengelände von Firmen und öffentliche Grünanlagen mit Rasen, Bäumen und Blumenbeeten wird ebenfalls von Landschaftsgärtnern gestaltet. Und sie bringen sogar die Blumenwiese auf das Dach mit sogenannten Dachgärten. Sie legen Wintergärten an und arbeiten im Naturschutz und in der Landschaftspflege.

Die Ausbildung

Die Ausbildung zum Landschaftsgärtner wird im Betrieb als auch in der Berufsschule abgehalten und dauert in der Regel drei Jahre.

Landschaftsgärtner lernen während ihrer Ausbildung also unter anderem:

  • wie sie Baustellen einrichten
  • wie Erdarbeiten sowie Be- und Entwässerungsmaßnahmen durchgeführt werden
  • wie man befestigte Flächen herstellt
  • wie man die Außenanlagen von Gebäuden gestaltet
  • wie Pflanzen benannt, gepflanzt und gepflegt werden
Glühbirne

Wussten Sie schon?

Nach einem Jahr im Beruf können Sie aber auch eine Weiterbildung zum Techniker machen oder nach zweijähriger Berufserfahrung zum Meister! Mit zusätzlichen Fortbildungen sind überdies noch zahlreiche weitere Berufe möglich.

Die Arbeit des Landschaftsgärtners ist überaus vielseitig. Man kann in den unterschiedlichsten Bereichen arbeiten, vom Garten- und Landschafts- und Sportplatzbau (kuz: GaLa) über Forschungsanstalten, Ingenieurbüros, Landschaftsarchitekturbüros, de Industrie bis hin zu Wasserwirtschaftsämtern und vielem mehr. Die Auswahl kennt hier kaum eine Grenze.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Das Einstiegsgehalt eines Landschaftsgärtners nach der Ausbildung beträgt in den alte Bundesländer brutto 2.397,15 Euro, im Tarifgebiet West-Berlin brutto 2.356,44 Euro und in den neuen Bundesländern brutto 2.314,03 Euro.

Die Voraussetzungen:

Wer Landschaftsgärtner werden will, sollte einen Sinn für Natur, für Pflanzen, Boden, Wasser und Naturmaterial haben. Aber auch eine technische Begabung und praktische Intelligenz, um mit den Maschinen, Geräten und Fahrzeugen umzugehen, die man für die Gestaltung und Pflege der Natur braucht, wäre sehr von Vorteil.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Man kann diesen Beruf auch studieren: Fertige Landschaftsgärtner mit zwei Jahren Berufspraxis werden in vier Semestern an einer Gartenbauschule zum Techniker im „Garten- und Landschaftsbau“ ausgebildet. Zwei zusätzliche Semester führen zur Fachhochschulreife und damit zum späteren Diplom-Ingenieur (FH) der Fachrichtung Landespflege. Abiturienten sollten ebenfalls eine Lehrzeit absolvieren, bevor sie Diplom-Ingenieur für Landespflege werden.

Baumaschinist

„Oh ich will mal Baggerfahrer werden“, hat so manches Kind schon öfter gesagt. Doch diesen Traum verfolgen manche bis ins Erwachsenenalter. Mehr zum Beruf des sogenannten Baumschinisten erfahren Sie hier.

Zum Aufgabengebiet des Baumaschinisten gehören das Bedienen und Warten von Baumaschinen im Hochbau, im Erd- und Tiefbau sowie im Straßenbau. Hierzu zählen Bagger, Kran und Bulldozer, die im Gelände und auf Bauhöfen und Baustellen eingesetzt werden und auch Minibagger. Auch im Landschaftsbau, im Kies- und Sandabbau oder in Steinbruchbetrieben sind Baumaschinisten tätig. Sie erledigen ebenso Erdbewegungsarbeiten, Drainagearbeiten sowie Rohrverlegungen und sind auch im Kanalbau tätig.

Qualifikationen:

Als Baumaschinist benötigt man eine abgeschlossene Ausbildung und in der Regel einen Führerschein der Klasse B, also die Befähigung zum Führen von Baggern. Oftmals genügt auch eine ähnliche Ausbildung im Tiefbau.

Die Ausbildung:

Die Ausbildung zum Baumaschinisten dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt auf dualem Weg, also innerhalb der Berufsschule und auch in einem Betrieb. Ein Azubi lernt während seiner Lehrzeit alle Facetten dieses Berufs kennen und muss sich den Prüfungen in der Berufsschule und auch den praktischen Arbeiten im Betrieb stellen. Oftmals arbeitet man schon früh während der Ausbildung an schweren Maschinen, eine schnelle Auffassungsgabe ist also hilfreich.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Nach erfolgreicher Ausbildung können Baumaschinisten mit einem stolzen Einkommen rechnen welches je nach Arbeitgeber zwischen 4.500 bis zu 5.000 Euro liegen kann. Natürlich ist dies das Gehalt einer erfahrenen Arbeitskraft, ein Berufsanfänger muss sich erst mal mit einem geringeren Lohn zufrieden geben. Das Einstiegsgehalt fällt mit 3.500 bis 4.000 Euro jedoch auch schon recht üppig aus.

Weiterbildung zum Baumaschinenführer:

Baumaschinenführer stellen Baumaschinen auf und richten sie für die örtlichen Gegebenheiten ein. Sie reparieren und warten die Maschinen. Sie bedienen auch Großgeräte. Voraussetzung für die Zulassung zur Weiterbildungsprüfung zum Baumaschinenführer/zur Baumaschinenführerin ist in der Regel die Abschlussprüfung in einem einschlägig anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine einjährige Berufspraxis.

Treppenbauer

Ein interessanter, kreativer und aktiver Beruf, der vollen Körpereinsatz verlangt, ist der Treppenbauer. Als Treppenbauer fertigt man gerade oder gewendelte Treppen aus Stein, Beton oder Betonfertigkeiten. Auch Betonschalungen aus Holz für den Treppenbau stellt man als Treppenbauer her. Die einzelnen Elemente werden zuerst montiert und schließlich wird die Treppe fertig gestellt, in dem sie belegt und verputzt wird.

Treppenbauer arbeiten sowohl im Hochbau-, als auch im Brücken- und Tunnelbau. Die Treppenbauer arbeiten sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, eben überall dort, wo Treppen gebraucht werden. Die Tätigkeit und auch die Einsatzbereiche in diesem Beruf sind also sehr vielfältig. Auch im Ausbau sowie in der Bautischlerei und -schlosserei oder sogar in der Baustoffherstellung können Treppenbauer tätig sein. Der Beruf des Treppenbauers ist also äußerst interessant.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Bis zum 19. Jahrhundert wurden in unseren Breitengraden meist Häuser auf ebener Erde gebaut. Treppen wurden somit nicht benötigt außer vor und in den Häusern von Königen, Grafen und Baronen.

Die Ausbildung:

Die dreijährige Ausbildung zum Maurer ist Voraussetzung, um als Treppenbauer arbeiten zu können. Auch Hochbaufacharbeiter mit entsprechenden Fachkenntnissen kommen infrage. Während der dreijährigen Ausbildungszeit werden alle relevanten Kenntnisse über Materialien, Formen, statische Voraussetzungen, Design, Treppenausgestaltung und Sanierungsarbeiten vermittelt.

Voraussetzungen:

Auf Grund der körperlich anstrengenden Arbeiten ist eine hohe Belastbarkeit erforderlich. Zudem ist eine sorgfältige, präzise und solide Arbeitsweise gefragt. Insbesondere dafür, wäre ein Grundverständnis in Mathematik natürlich von Vorteil – der Umgang mit Zahlen sollte ihm also Spaß bereiten. Wer in der heutigen Zeit als Treppenbauer arbeiten möchte, sollte sich außerdem mit der Computersimulation auskennen, denn mit dieser werden heutzutage Treppen häufig modelliert, bevor der Treppenbauer mit dem Bau beginnen kann. Natürlich ist es auch wichtig, dass der Treppenbauer sich mit verschiedenen Materialien auskennt, die er für den Bau einer Treppe benötigt. Auch mit verschiedenen Formen sollte er sich auskennen. Von Materialien und Formen sollte er die Eigenschaften abschätzen können. Der Treppenbauer muss sich mit verschiedenen Materialien und Formen auskennen und ihre Eigenschaften abschätzen können. Damit er auch der Kunde immer auf dem laufenden Stand ist, sollte der Treppenbauer dem Kunden sein Fachwissen verständlich und in einfachen Worten vermitteln. Ein guter Umgang mit Kunden, eine gute Beratung ist also das A und O. Aber auch kreativ sein und ein gutes Auge haben, muss ein Treppenbauer. Denn die Treppe, die er baut, muss ja auch immer zum Raum passen.