Fussböden und Fachfirmen in einer Übersicht!
Fussböden und Fachfirmen in einer Übersicht!

Estrich

Estrich / Gussasphalt

Einer, der alles kann – Estrich aus Gussasphalt

Bei steigenden Rohstoff- und Energiekosten gewinnt der Gussasphaltestrich bei Sanierungen oder Neubauten eine immer größere Bedeutung. Und das ist auch kein Wunder. Denn dieser Estrich kann so einiges, was andere nicht können. Das Gemisch aus Splitt, Gesteinsmehl und Sand hat viele Vorteile.

Als Estrich wirkt Gussasphalt schall- und wärmedämmend. Besonders die sehr gute Trittschalldämmung ist ein wichtiger Vorteil, den man in Wohnraum auf mehreren Etagen nicht unterschätzen sollte. Wasserdicht ist dieses Material übrigens auch. Darüber hinaus ist er zu 100 Prozent recyclebar, also ein ökologisch nachhaltiger Baustoff. Mit ihm bekommt man einen hohlraumfreien Boden, der großflächig und nahezu fugenlos verlegt werden kann. Gussasphalt ist übrigens für alle Standard-Fußbodenbeläge geeignet, insbesondere für die feuchtigkeitsempfindlichen Beläge wie Parkett. Und auch mit einer Fußbodenheizung lässt sich dieser Estrich-Belag bestens kombinieren.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Mit Gussasphalt wird keine Baufeuchte ins Gebäude gebracht. Das bedeutet wiederum, dass es keine Verzögerung der Bauzeit gibt.

Überhaupt ist Gussasphalt der perfekte Partner, wenn es beim Bauen mal schnell gehen muss. Denn ist er einmal gegossen, kann man ihn nach nur wenigen Stunden bereits betreten. Denn die Endfestigkeit ist superschnell erreicht. Es gibt dann auch kein Quellen und Schwinden. Und eine Nachbehandlung wie etwa eine manuelle Verdichtung ist nicht nötig.

Für den Gussasphalt benötigt man auch eine geringere Einbauhöhe als bei anderen Estricharten, diese beträgt in etwa 2,5 bis 3 Zentimeter.

Dank dieser großen Vorteile ist der Gussasphaltestrich oftmals im gewerblichen Raum im Einsatz, denn selbst den dortigen hohen bis höchsten Anforderungen hält er stand. Doch immer häufiger wird er dank seiner für Bauzwecke günstigen Eigenschaften auch im privaten Wohnraum verwendet. Und das nicht nur als Estrich. Man kann ihn nämlich auch selbst farbig gestalten, mit speziellen Beschichtungen Muster erzielen oder durch Einlagen z.B. Natursteine Flächen optisch unterteilen.

Doch das wäre alles zu schön um wahr zu sein, einen Haken muss es ja noch geben. Und den gibt es auch: Der Preis ist heiß. Gussasphalt ist in der Regel wesentlich teurer als andere Estrich-Arten.

Schwimmender Estrich

Der schwimmende Estrich – ein Alleskönner mit Tücken

Der schwimmende Estrich erfreut sich in deutschen Haushalten immer größerer Beliebtheit, bei Sanierungen oder Neubauten wird er gerne verlegt. Er verbessert nicht nur die Wärmedämmung, sondern ist insbesondere zur Verbesserung der Trittschalldämmung geeignet. Nun stellen Sie sich mal vor Sie wohnen als Großfamilie in einem Haus, oben wohnt die junge Familie mit ihren drei Kindern, die gerne toben. Unten wohnen Oma und Opa, die auch gerne mal ihre Ruhe haben. Da ist eine solche Trittschalldämmung von großem Vorteil. Aber natürlich auch in vielen anderen Situationen. Weil dieser Vorteil nicht unterschätzt wird, ziehen schwimmende Estriche immer mehr in Haushalte ein. Aber aufgrund stetig steigender Energiepreise darf auch die Wärmedämmung hier nicht unterschätzt werden.

So viel zu den Vorteilen. Nun zur Technik. Ein schwimmender Estrich hat keine feste Verbindung zu anderen Bauteilen – er „schwimmt“ geradezu auf einer Dämmschicht, daher hat er auch seinen Namen. Genannt wird dieser aber auch Estrich auf Dämmschicht. Der Estrich liegt auf einer Polyethylen-Folie oder auf Bitumenpapier und diese wiederum auf einer Dämmplatte. Seitlich ist der Estrich von Dämmstreifen ummantelt, die die Schallübertragung verhindern und die Wärmeausdehnung verhindern.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Ohne die Dämmstreifen ist eine Verlegung von schwimmendem Estrich laut Gesetz verboten.

Für die Dämmschichten werden Dämmstoffe aus mineralischen und pflanzlichen Fasten sowie aus Schaumkunststoffen verwendet. Der Estrich wird mit Trittschalldämmplatten und oder Wärmedämmplatten in großer Stärke versehen. Somit lassen sich Trittschalldämmung und Wärmedämmung spielend leicht kombinieren. Auch Fußbodenheizungen lassen sich mit schwimmendem Estrich versehen.

Doch so einfach wie das jetzt klingt, ist das Ganze Prozedere gar nicht. Viele wichtige Details sind beim Verlegen von schwimmendem Estrich zu beachten, damit auch ja nichts schief geht. Allein schon für die Wahl der Estrichdicke gibt es eine Litanei an Dingen, die man beachten sollte. So ist es unter anderem wichtig, wie sich die Dämmstoffe unter Belastung zusammendrücken lassen, aber auch die Verkehrslasten allgemein, die auf sie wirken und die Estrichfestigkeit spielen eine große Rolle.

Beim Verlegen von schwimmendem Estrich gibt es so manche Dinge, die man als Laie falsch machen kann.

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Wussten Sie schon?

Befinden sich Rohrleitungen auf der Rohdecke ist vor dem Einbau der Dämmschicht zunächst ein Rohrausgleich vorzunehmen.

Der Estrich muss immer glatt sein. Ist er beim Einbau noch glatt, kann es sein, dass er schon wieder gewölbt ist, sobald er getrocknet ist und schon muss man Fehler beseitigen und schon wieder ganz von vorne beginnen. Sie merken, ganz schön tückisch. Das heißt: Schwimmenden Estrich sollte man unbedingt vom Fachmann verlegen lassen. Damit vermeidet man unnötige Zusatzarbeit, spart Zeit und vor allem Ärger. Der Profi weiß wie es geht und kennt die Tücken. Somit ist man bei dieser heiklen Arbeit auf der sicheren Seite.

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Wussten Sie schon?

Für schwimmenden Estrich können alle Estricharten verwendet werden.

Trockenestrich

Schnell, trocken und leise – der Trockenestrich

Sie wollen in Ihrem neuen Zuhause oder insbesondere in einem Altbau schnell einen glatten Boden schaffen? Dann passt ein Trockenestrich perfekt zu Ihrem Vorhaben. Gerade auf alten Holzbalkendecken ist dieser sehr zu empfehlen, überhaupt kommt er gerne in der Sanierung von Altbauten zum Einsatz. Doch unabhängig vom Untergrund hat Trockenestrich eine ganz wichtige Aufgabe: Er kümmert sich um den Trittschallschutz – damit es unten leise ist, wenn oben getobt wird.

Trockenestrich ist generell vielfältig einsetzbar. Die vorgefertigten, kraftübertragenden Platten werden trocken, meist „schwimmend“ verlegt. Die fertigen Platten werden im Verbund verlegt, miteinander verklebt und manchmal auch verschraubt. Bei Sanierungen oder im Fertigbau kommen solche Platten breites fertig montiert auf die Baustelle.

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Wussten Sie schon?

Wenn‘s mal schnell gehen muss, eignet sich Trockenestrich hervorragend. Denn mit ihm kommt keine Feuchtigkeit ins Haus. Das bedeutet wiederum: Keine Verzögerungen für den Bau.

Wenn‘s mal schnell gehen muss

Überhaupt hat Trockenestrich viele Vorteile. Direkt nach dem Verlegen ist er begehbar und nach dem Abbinden der Klebeverbindung auch schon wieder verlegbar. So kann es schnell weiter gehen. Und er überzeugt durch nur wenige bis gar keine Formveränderungen wie Quellen oder Schwinden.

Die Trockenestrich-Platten können aus allerlei Materialien bestehen, so gibt es sie aus Gipskarton, Holzwerkstoff, Betonwerkstein und Naturwerkstein. Auch sogenannte „Sandwich-Estrichplatten“ gibt es im Handel, in denen eine zusätzliche Dämmschicht mit Mineralfasern oder Hartschaumstoffen bereits integriert ist. Überhaupt gilt es eine solche Dämmschicht mit einzubauen, wenn man als Bauherr auf die Trittschalldämmung großen Wert legt. Denn in der Ruhe liegt die Kraft.

Bei der Wahl des richtigen Trockenestrichs für Ihr Vorhaben sollten sie auf jeden Fall berücksichtigen, welche Verkehrslasten auf dem neuen Boden aufgenommen werden müssen und ob es diese Art von Estrich aushalten kann. Auch der Wohnraum, in dem der Estrich verlegt werden soll, ist für die Wahl entscheidend. So sind etwa zementgebundene Elemente ideal für wasserbelastete Bereiche wie Keller oder Badezimmer.

Unebene Böden unbedingt vorher ausgleichen

Bei Altbauten findet man häufiger unebene Böden. Solch unebene Rohböden müssen vor der Verlegung des Estrichs mit einer sogenannten Trockenschüttung ausgeglichen werden, denn schon die kleinste Unebenheit kann zu Problemen führen.

Beim Verlegen sind aber noch wesentliche andere Aspekte zu beachten. So dient vor dem Schutz vor Feuchtigkeit eine Dampfsperre. Auch den Kontakt zu den Wänden durch den Estrich sollte man vermeiden, da sich ansonsten der Trittschall auf das ganze Haus überträgt. Um das zu vermeiden, setzt man Randdämmstreifen ein.

Wer sich warme Füße wünscht, also eine Fußbodenheizung installieren will, sollte beim Trockenestrich aufpassen. Im Allgemeinen lassen sich Trockenestrich und Fußbodenheizungen nur sehr schlecht kombinieren.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Fußbodenheizungen müssen vom Hersteller für die Kombination mit Trockenunterböden freigegeben werden.

Wie Sie nun merken, muss eine Menge beachtet werden, beim Verlegen von Trockenestrich. Mit Sicherheit trauen sich so manche Laien diese Arbeit zu. Jedoch sind Sie auch hier auf der sicheren Seite, wenn Sie den Fachmann machen lassen. Neben den vielen Fehlern, die schnell zu Baumängeln führen können, gibt es zudem noch eine Reihe an Verlegevorschriften, die schlichtweg befolgt werden müssen und die man als Laie nun mal nicht alle kennt.

Verbundestrich

Ein einfacher und starker Boden – Verbundestrich

Nicht überall in Ihrem Zuhause muss der Marmor blitzen und das Parkett zu einem Tänzchen einladen. In bestimmten Bereichen, muss der Boden einfach nicht schön aussehen. Überall dort, wo außerdem keine Anforderungen an Schall- und Wärmeschutz bestehen, kann Verbundestrich gute Dienste leisten. Im Wohnungsbau kommt dieser somit im Keller, in Abstellräumen oder in der Garage zum Einsatz. Im gewerblichen Bereich hält er besonders hohen Belastungen stand zum Beispiel im Fahrverkehr, etwa in Logistikunternehmen oder bei der Aus- und Einfuhr in Lagerhallen großer Betriebe. Die Verbundestriche werden als sogenannte Nutzestriche oft ohne zusätzlichen Belag genutzt. Das heißt, hier geht es nicht um das „Schönaussehen“, sondern um den Nutzen. Wenn man will, kann man diese aber dennoch mit einer Beschichtung versehen oder mit einem Belag aufhübschen. Das ist kein Problem, macht eben nur nicht überall Sinn.

Der Verbundestrich geht eine vollflächige feste Verbundenheit mit dem tragenden Untergrund ein, daher hat er auch seinen Namen.

Wussten Sie schon? Alle Estricharten sind für den Verbundestrich geeignet. Die Estrichdicken reichen dabei je nach Estrichart, Nutzungszweck und Korngröße des Zuschlags von 20 bis 70 mm.

Die feste Verbundenheit von Estrich und Untergrund birgt aber auch Risiken. Das enge Verhältnis heißt, dass der Estrich jede Verformung unter sich spürt, also jede Zugspannung, jeden Druck und jeden Riss. Um solche Probleme schon von vorneherein zu vermeiden, sollte man als Bauherr die Verformungseigenschaften von Untergrund und Estrich aufeinander abstimmen.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den es beim Verlegen zu beachten gilt: Befinden sich Rohre oder Kabel im Boden, muss unbedingt eine Ausgleichsschicht zwischen Verbundestrich und Untergrund verlegt werden.

Am besten wird der Estrich im Nass-in-Nass-Verfahren verlegt. Das bedeutet, dass der Estrich bereits zu dem Zeitpunkt aufgetragen wird, während der zementgebundene Unterbau noch feucht ist. Klappt nicht in jedem Fall, aber wenn, dann ist es die beste Lösung.

Im Wohnraum sollte man beachten, dass ein Verbundestrich keine zusätzliche schall- oder wärmedämmende Schicht enthält. Das bedeutet: Überall, wo auf Wärme und Ruhe Wert gelegt wird = Finger weg vom Verbundestrich.

Zementestrich

Beliebt dank Stabilität

Zu den bekanntesten Formen des Estrichs gehört ohne Zweifel der Zementestrich. Den Estrich, der auch unter der Bezeichnung CT bekannt ist, findet man in fast jeder zweiten Estrich-Verwendung vor. Ein Grund für die Beliebtheit bei seiner Verwendung ist einerseits die universelle Einsatzmöglichkeit und zum anderen das hohe Maß an Stabilität, das von diesem Material ausgeht. Der Zementestrich weist ausgezeichnete Festigkeitswerte auf und zeigt sich unbeeindruckt gegenüber Feuchtigkeit. Das erlaubt dem Bodenbelag sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, sowie auch in Nassräumen verlegt zu werden. Allerdings muss der Estrich dafür vollständig ausgehärtet sein.

Die hohe Belastbarkeit macht den Zementestrich zu einem häufiger verwendeten Belag als den Holzestrich. Der Zementestrich besteht, wie es sein Name schon sagt aus Zement. Der Estrich ist aus Sand und Kies zusammengesetzt und enthält meist noch weitere spezielle Zusatzmittel um seine Eigenschaften zu vervollständigen.

Zu dem wahrscheinlich größten Nachteil des Zementestrichs gehört das Verhalten beim Austrocknen des Materials, denn erst nach ungefähr 29 Tagen kann der Boden belegt werden. Je nach Witterungsverhältnissen und Baustellen kann es sich um einige Tage verlängern oder auch verkürzen. Durch chemische Zusätze kann man den Trocknungsprozess etwas beeinflussen. Während des Trocknungsprozesses verliert der Zementestrich auf die Dauer sehr viel Feuchtigkeit, was auf natürliche Weise dafür sorgt, dass sich der Boden im Laufe dieser Zeit merklich zusammenzieht. Dadurch können im Fußboden Risse entstehen, welche sich vor allem bei größeren Flächen sehr negativ auswirken können. Aus diesem Grund sollte man sich bei der Planung von Zementestrich vor allem auf etwas kleinere Flächen beschränken. Die maximal empfohlene Fläche sollte die Größe von 40 Quadratmetern nicht überschreiten. Des weiteren sollten beim Einbau des Estrichs niedrige Temperaturen vorherrschen und das Thermometer auf sehr kühle fünf Grad Celsius sinken. Auch mehrere Tage nach dem Einbau sollten die Temperaturen nicht merklich steigern, um die Qualität des Bodens nicht negativ zu beeinflussen. Nach drei Tagen ist der Zementestrich bereits begehbar (auf keinen Fall früher), allerdings nicht unter extremen Belastungen, denn erst nach 14 Tagen kann der Boden leicht belastet werden. Fenster und Türen der Räumlichkeiten sollten für 28 Tage geschlossen bleiben und Zugluft auf alle Fälle vermieden werden.

Der Boden gilt erst nach ungefähr 20 bis 30 Tagen als komplett getrocknet und gehärtet, darunter versteht man einen Feuchtigkeitsgehalt von unter 2%. Ist das Material korrekt verlegt, kann man ihn für lange Zeit genießen und auf seine Festigkeit vertrauen. Den Estrich kann man in vielen Bereichen einsetzen, wie zum Beispiel in Garagen, Bädern und Duschen. Wer den Estrich im Freien einsetzt hat ebenfalls eine gute Entscheidung getroffen, denn der Boden ist auch gegen Frost äußerst beständig.

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Wussten Sie schon?

Zement-Estriche werden in der Regel in acht Festigkeitsklassen zwischen ZE 12 bis ZE 65 eingeteilt. Die Ziffern sollen darauf hinweisen, mit wieviel Druck (Newton pro Quadratmillimeter) der Estrich erträgt. Bei einem schwimmenden Estrich im Wohnungsbau wird ein Estrich ZE 20 verwendet.

Anhydritestrich

Anhydritestrich, robust aber empfindlich

In den vergangenen Jahren stieg die Nachfrage nach dem sogenannten Anhydritestrich, welcher auch unter dem Namen Calciumsulfatestrich bekannt ist. Ein Grund für die vermehrte Beliebtheit unter den Verbrauchern ist neben den günstigeren Preisen die relativ kurze Trockenzeit im Vergleich zu gewöhnlichen Estricharten. Ein Boden aus Anhydritestrich kann bereits früher, im Durchschnitt nach nur sieben Tagen belegt werden. Der Estrich weist eine sehr gute Biege- und Zugfestigkeit auf, was den Belag robust macht und das Risiko von Rissen verhindert, sofern es nicht mit Wasser in Verbindung kommt. Mit seiner idealen Wärmeleit- und Wärmespeucherfähigkeiten lässt sich der Anhydritestrich sehr gut mit einer Fußbodenheizung kombinieren. Anhydritestrich ist ökologisch und und biologisch unbedenklich und ist nicht entflammbar. Das Material wird in seinem ursprünglich trockenen Zustand auf die Baustelle geliefert und dort mit der entsprechenden Menge Wasser angemischt, bevor es mit einer Pumpe zum Ort der Verarbeitung befördert wird. Da sich der Estrich nach dem Aufgießen von alleine anpasst, muss er weder geglättet noch verdichtet werden. Nach dem Einpumpen kann der Estrich mit einem großen Straßenbesen durchgeschlagen werden um eventuell eingeschlossene Luftmassen zu entfernen. Im Vergleich zu anderen Estricharten schwindet der Anhydritestrich eineutig weniger, weshalb man ihn auch ohne Problem mit einem geringen Zeitaufwand für größere Flächen anwenden kann.

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Wussten Sie schon?

Wenn Anhydritestrich mit Wasser in Verbindung kommt, wird er schon nach kurzer Zeit in Gips umgewandelt.

Einen großen Nachteil trägt der Belag allerdings mit sich mit, denn er ist Wasser und Feuchtigkeit gegenüber sehr empfindlich. Sobald er mit Feuchtigkeit in Kontakt kommt, reagiert Anhydrit, welches als Bindemittel gilt mit dem Wasser und wird schon nach kurzer Zeit in Gips umgewandelt. Dadurch passiert es, dass der Estrich zerfällt und somit unbrauchbar ist. Aus diesem Grund ist mit dem Verlegen von Anhydritestrich in Außenbereichen, sowie in Badezimmern und anderen Feuchträumen abzuraten.

Anhydritestrich besteht aus einem Binder aus Anhydrit, welches der Hauptbestandteil ist. Hinzu kommen eine Gesteinskörnung und Wasser, welches vor der Verarbeitung hinzugefügt wird. Bei Fußbodenheizungen wird in den meisten Fällen synthetischer Anhydrit verwendet, nur selten hingegen ein mineralischer Naturanhydrit. Bei einer vorhandenen Fußbodenheizung beträgt die Trockenzeit von Anhydritestrich maximal sieben Tage bevor er belegt werden kann. Als trocken gilt der Estrich, wenn eine Restfeuchtigkeit von 0,5 Prozent vorherrscht. Erst dann darf die Fußbodenheizung eingschaltet werden. Sollen noch zusätzlich Fliesen verlegt werden, sollte die Feuchtigkeit nur noch 0,2 Prozent betragen. Soll der Estrich noch weiter belegt werden, sollte er auf alle Fälle abgeschliffen werden, damit der Belag besser hält.