Fussböden und Fachfirmen in einer Übersicht!
Fussböden und Fachfirmen in einer Übersicht!

Industrieböden

Doppelboden

Damit auch Installationen Platz finden

Doppelböden sind vor allem dann geeignet, wo Installationen und Versorgungsleitungen im Untergrund Platz finden sollen. Mit den Doppelböden kann ein Hohlraum geschaffen werden, in denen Installations- und Kommunikationsleitungen verlegt werden können, aber auch die Klimaführung in Bürobereichen, Rechenzentren und Telefonzentralen beinhaltet sein kann. Auch in Betriebsstätten mit Räumen besonderer Art – etwa feuerbeständigen Räumen oder Hoch- und Niederspannungsanlagen sowie Schaltwarten und Traforäumen werden solche Doppelböden häufig verwendet. Die Doppelböden zeichnen sich vor allem dadurch aus, da sie eine höchste Flexibilität aufweisen und man schnell auf die Installationen zugreifen kann.

Es handelt bei Doppelböden um Installationsböden aus Systembauteilen, die aus einer Doppelboden-Unterkonstruktion mit höhenverstellbaren Stahlstützen bestehen. Die Oberflächen der Doppelboden werden mit fertigen Belägen wie etwa PVC, Linoleum, Kautschuk, Teppich, Parkett oder weitere versehen. Die Trägerplatten haben Verlegeraster von meistens 60 cm x 60.

Typische Anwendungsbereiche:

Typische Anwendungsbereiche für Doppelböden sind in erster Linie Büroflächen. Hier kommen Trägerplatten aus Holzwerkstoff bzw. Kalziumsulfat auf einer Stützenunterkonstruktion zum Einsatz. Als Bodenbeläge werden für die reinen Büroflächen Textile wie Nadelvlies oder Velours verwendet. In den Sonderflächen wie Kopierräumen oder Pausenräumen können elastische Beläge wie PVC, Linoleum oder Kautschuk verlegt werden.

In Technikflächen wie Serverräume oder Rechenzentren gilt die gleiche Konstruktion und die gleichen Belage wie im Büro, hier muss man aber auf eine wesentlich höhere Tragfähigkeit achten sowie auf eine verstärkte Stützenkonstruktion. Die Klimatisierung erfolgt hier über den Hohlraum des Doppelbodens, die Luft wird in den Doppelboden eingebladen und über Lüftungsauslässe wieder herausgelassen.

Bei Elektroräumen wie etwa Schaltzentren bedarf es einer hochbelastbaren Schaltwarteunterkonstruktion und wesentlich höheren Bauhöhen von 40 bis 120 cm. Hier werden elastische Beläge wie PVC, Linoleum und Kautschuk verlegt. Hier können enorm viele Kabel im Unterbau verlegt werden.

Betritt man eine Bank, findet man auch hier oftmals Doppelboden vor. Im Foyer oder in der Schalterhalle werden sie mit Stein belegt, in den Beratungsbereichen mit Textil. Getragen werden sie von Holzwerkstoff- oder Kalziumsulfatplatten.

Schon vorher an vieles denken

Bei der Installation von Doppelböden muss man bereits in der Planung auf einiges achten. Sie können neben ihren praktischen Eigenschaften nämlich auch zu Problemen im Schallschutz führen. Deswegen muss man bereits bei der Planung an entsprechende Abschottungen denken.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Die Bodenbeläge müssen so werden, dass sie jederzeit wieder aufnehmbar sind, um nachträgliche Installationen oder Veränderungen an den Installationen zu gewährleisten.

Beim Einbau von Doppelböden sollte man so einiges beachten, damit am Ende nichts schief geht, auch bezüglich dem Maßänderungsverhalten und den Bewegungsfugen ist einiges zu beachten.

Industrieestrich

...einer, der allem standhalten muss

In der Industrie, etwa in Lagerhallen fahren große Fahrzeuge, Tonnen schwere Maschinen stehen dort, Temperaturschwankungen können hier genauso bestehen wie sich aggressive Chemikalien hier tummeln. Auch enormem Druck und Stoßbelastungen ist einer hier besonders ausgesetzt: Der Fußboden. Der Industrieestrich muss also einiges aushalten können. Neben seiner hohen Stand- und Verschleißfestigkeit, sollte ein Industrieestrich auch abriebfest sein.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Die Abriebfestigkeit bestimmt die Fähigkeit von Oberflächen mechanischen Beanspruchen zu widerstehen. Sie wird in der Rauigkeit und Härte der Oberfläche bestimmt und in fünf Stufen gemessen.

Solch vielfältigen Ansprüchen wird nicht jeder Industrieboden gerecht. Das heißt also: Augen auf beim Bodenkauf! Zementgebundene Industrieestriche, Gussasphalt oder Kunstharze können jedoch diese Anforderungen erfüllen. Aber auch hier aufgepasst nicht jeder zementgebundene Industrieestrich ist gleich gut. Zementestriche der Festigkeitsklassen CT 12 und CT 20 (nach DIN 18560) nicht geeignet, weniger geeignet ist auch der Zementestrich der Festigkeitsklasse CT 30. Das heißt also, dass man bei der Auswahl des richtigen Industriebodens die Augen aufhalten sollte und sich im Vorfeld bewusst bei einem Experten informieren sollte. Nicht, dass später noch Risse, Hohlstellen und andere Mängel dafür sorgen, dass man mit dem Bau wieder von vorne beginnen muss.

Auch wer denkt, dass der in privaten Wohnräumen häufig verwendete Glattestrich in einer Industriehalle ebenso gute Dienste leistet, hat weit gefehlt. Was zwar in privaten Kellern gut aussieht, kann den Ansprüchen einer Industriehalle noch lange nicht genügen.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Ein Industrieboden sollte mindestens eine Festigkeitsklasse CT 40 haben, eine Druckfestigkeit von ≥45 N/mm² und eine Biegezugfestigkeit von ≥.6 N/mm².

Asphaltplatten

Ganz schön clever diese Platten

Asphaltplatten eigenen sich vor allem im Industriedesign, da sie viele Eigenschaften haben, die gerade in der Industrie von großer Bedeutung sind. Zum einen zeichnet sie die hohe Elastizität der Oberfläche aus. Sie sind darüber hinaus wärmedämmend, trittschalldämmend und schallreduzierend sowie fußbodenwarm. Bei Asphaltplatten ist auch eine antistatische Ausführung möglich.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Asphaltplatten lassen sich mit verschiedenen Arten verlegen. Zum einen in der Dickbett- und zum anderen in der Mittelbett-Verlegung.

Wichtig auch für die Industrie: Die Asphaltplatten sind pflegeleicht und im Falle eines Schadens ist eine Reparatur leicht möglich. Durch Überschleifen ist eine Oberflächenbehandlung möglich – die Asphaltplatten sind also problemlos sanierbar. Sie sind darüber hinaus dank ihres thermoplastischen Materials widerstandfähig gegen hohe Lasten.

Asphaltplatten sind strapazierfähige und hochbelastbare Fußbodenbeläge mit einer Abmessung von 25 x 25 cm und Dicken zwischen 3 und 5 cm.

Sie werden aus einer Mischung aus Asphalt und Steinmehl hergestellt, diese Mischung wird unter sehr hohem Druck in Form gepresst. Verlegt werden diese Platten dann in etwa 1,5 Zentimeter dickem speziellem Zementmörtel, die Fläche wird mit Zementschlämmen verfugt und mit einer Spezialversiegelung versehen.

Zum Einsatz kommen Asphaltplatten vor allem in Produktionshallen, Lagerhallen, Ausstellungsflächen, Gaststätten oder auch in öffentlichen Gebäuden.

Wie bei allen Bodenbelägen, gilt jedoch insbesondere bei diesem Industriefußboden, dass man ihn am besten von einem Experten verlegen lässt. Mit seiner Erfahrung kann er am besten auf die speziellen Eigenschaften dieses Belags eingehen und das Beste für Sie herausholen. So, dass Sie lange etwas von dem Belag haben.

Keramische Bodenbeläge

Fliesen im Unternehmen

In Unternehmen oder in der Industrie kommen auch keramische Bodenbeläge zum Einsatz. Keramische Bodenbeläge gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Dazu zählen keramische Fliesen und Platten, keramische Spaltplatten, Bodenklinkerplatten, Betonwerksteinplatten, Naturwerksteinplatten sowie nicht genormte Fliesen und Platten.

Je nach Einsatzbereich sind die keramischen Bodenbeläge in unterschiedliche Abriebgruppen unterteilt. Die Abriebgruppen I und II kommen aufgrund der geringen Belastbarkeit kaum noch zum Einsatz. Wenn wir den Blick aber wieder auf die Industrieböden richten, dann ist vor allem die Abriebgruppe IV von größerer Bedeutung, denn diese ist für hohe Beanspruchung bei stärkerer Begehung geeignet. Böden mit dieser Abriebgruppe eignen sich für Flure oder Verkaufs- und Wirtschaftsräume. Für höchste Beanspruchungen und Orten mit starkem Publikumsverkehr sollten jedoch Böden der Abriebgruppe V eingesetzt werden.

In Feuchträumen sollten auch in der Industrie und in Unternehmen auf Fliesen gesetzt werden. Sie sind der ideale Bodenbelag für alle Bereiche, in denen es mal nass werden kann, beispielsweise in den Personal- oder Besuchertoiletten eines Unternehmens oder anderen sanitären Anlagen.

Glühbirne

Wussten Sie schon?

Keramische Bodenbeläge besitzen gegenüber anderen Belägen einen geringeren Wärmeleitwiderstand. Somit sind für den Betrieb der Fußbodenheizung geringere Heizmitteltemperaturen ausreichend, was wiederum die Wirtschaftlichkeit der Heizungsanlage fördert.

Wichtig:Der Einbau von keramischen Bodenbelägen erfordert sehr viel Erfahrung über deren Eigenschaften, über die verschiedenen Normen und Richtlinien und über die Voraussetzungen, die ein guter keramischer Bodenbelag eben haben muss. Deshalb gilt auch hier: Am besten lassen Sie einen Fachmann ans Werk, der sich auskennt. Nur dann ist garantiert, dass nichts schief geht und am Ende alles zur vollsten Zufriedenheit erledigt wurde.